Hebammenausbildung wird Studium

12.11.2019
Hebammenausbildung wird Studium

Das Hebammenreformgesetz (HebRefG) tritt am 1. Januar 2020 in Kraft. Nach einer Übergangsfrist wird ab 2022 das duale Studium die Form sein, in der Hebammen ausgebildet werden. Foto: Hochschule Fulda

Ziel ist, das neue Studienkonzept zum Wintersemester 2020/21 zu starten. Die Studierenden sollen eine Ausbildungsvergütung bekommen.

Der Bundesrat hat am 8. November dem „Gesetz zur Reform der Hebammenausbildung und zur Änderung des Fünften Buches Sozialgesetzbuch (Hebammenreformgesetz - HebRefG)“ zugestimmt. Der Bundestag hatte das Gesetz im September beschlossen. Damit wird das Gesetz am 1. Januar 2020 in Kraft treten. Nach einer Übergangsfrist wird ab 2022 das duale Studium die Form sein, in der Hebammen ausgebildet werden. Dual bedeutet: Die praktische Ausbildung liegt in der Verantwortung der kooperierenden Kliniken, die auch die außerklinische Ausbildung organisieren müssen. Die Gesamtverantwortung haben die Hochschulen.

Das sechs- bis achtsemestrige Studium enthält mindestens 2.200 Stunden praktische Ausbildung und 2.200 bis 2.400 Stunden Theorie. Dazu gehört auch der fachpraktische Unterricht im so genannten „Skills-Lab“. Die Besonderheit: Obwohl es ein Studium ist, erhalten die Studierenden eine Ausbildungsvergütung.

Ziel: Ausbildungsvergütung ab Oktober 2020
„Unser Ziel ist es, bereits im Oktober 2020 mit dem neuen Studienkonzept zu beginnen, um sicherzustellen, dass die Studierenden die Ausbildungsvergütung erhalten. Im Moment wissen wir allerdings noch nicht einmal, wie die Ausbildungs- und Prüfungsverordnung aussehen wird, die das Bundesgesundheitsministerium erlassen wird. Wir kennen nur den Referentenentwurf“, sagt Studiengangsleiterin Prof. Dr. Beate Blättner. Der Zeitplan sei knapp, betont sie. „Wir fordern die Politik daher auf, die konkreten Rahmenbedingungen schnellstmöglich zu definieren, schließlich ist es auch im politischen Interesse, die Ausbildung von Hebammen sicherzustellen.“

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