Hebammenstudentinnen gehen auf die Straße

29.04.2022

Aktionen zum Internationalen Hebammentag am 5. Mai / Ausstellung „Hebammen in Hessen gestern und heute“ im Klinikum Fulda

Mit verschiedenen Aktionen wollen Student*innen der Hochschule Fulda auf die aktuelle berufspolitische Situation von Hebammen, den Hebammenmangel und die sich daraus ergebende geburtshilfliche Unterversorgung aufmerksam machen. Am 5. Mai, dem internationalen Hebammentag, demonstrieren sie ab 11 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz unter dem Motto „Hebammenversorgung stärken“. Von 12 bis 19 Uhr sind sie mit einem Infostand auf dem Uniplatz vertreten.

Ausstellung im Klinikum mit Vortrag

Im Eingangsbereich des Klinikums Fulda, das ein wichtiger Partner der Hochschule bei der Ausbildung von Hebammen ist, ist am 5. Mai zudem die Ausstellung „Hebammen in Hessen gestern und heute“ zu sehen. Ab 16.30 Uhr wird es ein kleines Rahmenprogramm zur Ausstellung geben, das der 1. Kreisbeigeordnete und Vize-Landrat des Landkreises Fulda, Frederik Schmitt, eröffnet. Professorin Dr. Marita Metz-Becker von der Universität Marburg gibt in einem Vortag ab 17 Uhr Einblicke, wie sich der Beruf der Hebamme im Laufe der Zeit verändert hat. Interessierte sind herzlich dazu eingeladen.

Derzeitige Versorgungssituation

„Uns ist es wichtig, auf unseren Beruf und die derzeitige Versorgungssituation durch Hebammen aufmerksam zu machen“, betonen die Organisatorinnen. „Wir hoffen auf eine breite Unterstützung.“ Das Interesse am Beruf sei groß. Doch viele Hebammen würden aufgrund der Arbeitssituation vor allem in den Kliniken nicht im Beruf bleiben, gar nicht erst in den Klinikalltag einsteigen oder nach einer Kinderpause nicht wieder zurückkommen, erläutert Professorin Dr. Babette Müller-Rockstroh. „Wir erleben einen hohen ökonomischen Druck, gleichzeitig haben wir eine diversere Klientel und müssen mehr Zeit aufwenden, um Frauen individuell und bedürfnisorientiert zu betreuen.“

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