Hebammenwissen - Stärken für die Zukunft

17.05.2016

Studierende des Studiengangs Hebammenkunde besuchten den XIV Hebammenkongress in Hamburg.

Alle drei Jahre findet der vom Deutschen Hebammenverband e.V. organisierte Hebammenkongress statt, dieses Jahr in Hamburg. Das achte Semester der Studierenden in Hebammenkunde hatte zwischen Staatsexamen und Bachelorabschluss die Möglichkeit, im Rahmen einer Exkursion dort Forschungsworkshops, Fachvorträge und Veranstaltungen zur Zukunft des Berufes und der Hebammenausbildung zu besuchen. Die jungen Hebammen konnten ihre Erfahrungen mit dem dualen Studium in die Diskussion einbringen, Kontakte zu Studierenden anderer Hochschulen und zu langjährig berufserfahrenen Hebammen knüpfen.

Ein wichtiges Thema des Kongresses war die Zukunft des Berufes „Hebammen werden heute genauso gebraucht wie vor hundert und hunderten von Jahren“, so Martina Klenk in ihrer Abschlussrede des Hebammenkongresses. Sie blickt positiv in die Zukunft des Berufsstands: „Denn die, die uns brauchen, wissen uns zu schätzen: die uns anvertrauten Frauen und Familien. Und darauf können wir bauen.“

Mit etwas Sorge blickt die Studiengangsleitung Prof. Dr. Babette Müller-Rockstroh allerdings auf die bildungspolitischen Entwicklungen, die auf dem Kongress ebenfalls Thema waren: „ Es scheint, dass die bisherigen Überlegungen von Seiten der Politik dahin gehen, die sog. Modellklausel einfach nur zu verlängern.“ Die Modellklausel erlaubt die Durchführung der Hebammenausbildung an Hochschulen. Allerdings reiben sich die Regelungen von Hochschulausbildung und Fachschulausbildung aneinander, zum Nachteil von Studierenden. Deshalb müssten umfassendere rechtliche Neuregelungen greifen, wie eine Evaluation der bisherigen Modelle es: Bereits 2013 wurde in der Richtlinie 2005/36/EG beschlossen, dass für die Ausbildung zum Hebammenberuf zeigt.

Anlass dafür gäbe zukünftig eine zwölfjährige allgemeine Schulbildung als Zugangsvoraussetzung gelten soll, also das Abitur. Nur dann ist der Beruf auch im europäischen Ausland anerkannt. Das könnte der Einstieg in eine Voll-Akademisierung von Hebammen auch in Deutschland werden, wie sie in 24 von 27 EU-Ländern Standard ist. In Deutschland gibt es bislang aber keinerlei Initiativen, die EU-Richtlinie in deutsches Recht umzusetzen, was bis spätestens 2020 erfolgt sein muss.

Kontakt

Prof. Dr.

Babette Müller-Rockstroh

Studiengangsleitung Hebammenkunde

Gebäude 31 , Raum 003
Prof. Dr.Babette Müller-Rockstroh+49 661 9640-6412
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