Hessens erster E-Bus verbindet Innenstadt und Hochschule

08.10.2018
Erster E-Bus Hessens verbindet Innenstadt und Hochschule Fulda
Von links nach rechts: Fuldas Bürgermeister Dag Wehner, Prof. Dr. Karim Khakzar, Staatsminister Tarek Al-Wazir, Martin Heun (Sprecher der Geschäftsführung der RhönEnergie Fulda), Thomas Lang (Geschäftsführer der RhönEnergie Verkehrsbetriebe) und Markus Meysner (MdL). Foto: RhönEnergie Fulda / Burkhard Beintken
Erster E-Bus im Land Hessen
Am Busbahnhof Stadtschloss hielt Staatsminister Tarek Al-Wazir (links) eine kurze Begrüßungsrede - umringt von Zuschauer*innen und Medienvertreter*innen. Foto: RhönEnergie Fulda / Burkhard Beintken
Futuristisch gestaltet und angetrieben mit 100 Prozent Ökostrom: In Fulda fährt jetzt Hessens erster E-Bus. Foto: RhönEnergie Fulda / Burkhard Beintken
Der neue E-Bus auf dem Campus der Hochschule Fulda
Der neue E-Bus nach der Jungfernfahrt auf dem Campus der Hochschule Fulda. Foto: Hochschule Fulda

Der erste Elektrobus in Hessen bedient in Zukunft die Linie 6 vom Busbahnhof am Stadtschloss zur Hochschule Fulda.

Am Montag, 8. Oktober absolvierte der Bus seine Jungfernfahrt. An Bord waren mehrere Dutzend geladene Gäste, darunter Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir. In knapp zehn Minuten brachte der Gelenkbus der RhönEnergie Bus GmbH die Gäste nahezu geräuschlos von der Innenstadt zur Hochschule. In einem Hörsaal fand der zweite Teil der Veranstaltung statt.

Als Hausherr begrüßte Hochschulpräsident Prof. Dr. Karim Khakzar die Gäste. Er hob hervor, dass die Hochschule Fulda die Elektromobilität bereits in unterschiedlicher Weise in Forschung und Lehre zum Thema gemacht habe: „Für die Hochschule ist der neue E-Bus in mehrerer Hinsicht ein großer Gewinn. Er verbessert die unmittelbare Verbindung zwischen Stadtmitte und Campus“, sagte Khakzar. „Darüber hinaus setzt er ein Zeichen für innovative und umweltfreundliche Mobilitätskonzepte. Schließlich begleitet die Hochschule das Projekt E-Bus der RhönEnergie Fulda über ein Forschungsprojekt und nutzt die gewonnenen Erkenntnisse in der Lehre.“ 

„Verkehrswende anpacken“
„Die Energiewende beim Strom läuft, nun müssen wir auch die Verkehrswende anpacken“, sagte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir. „Hessen hat den Anspruch, Vorreiter auf dem Weg in die gleichzeitig klimagerechte und leistungsfähige Mobilität der Zukunft zu sein. Unter anderem habe Hessen als erstes Bundesland ein Förderprogramm für Elektrobusse aufgelegt, für das jährlich 5 Millionen Euro bereitgestellt würden. „E-Busse sind gut für die Luftqualität und – wenn der Strom aus erneuerbaren Quellen kommt – auch gut fürs Klima.“ Das Land beteiligt sich mit 228.000 Euro an den Anschaffungskosten.

Im Zuge der Diesel-Debatte ist die Luftqualität der Innenstädte verstärkt in den Blickpunkt gerückt. Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) soll nach dem Willen der Politik mittelfristig zunehmend elektrifiziert werden. „Als zukunftsgerichteter Energieversorger stehen wir dem Thema Elektromobilität sehr offen gegenüber – nicht nur indem wir Lade-Infrastruktur aufbauen, sondern nun auch wegbereitend im ÖPNV“, sagte Martin Heun, Sprecher der Geschäftsführung der RhönEnergie Fulda GmbH. „Als das Land Hessen 2017 die Möglichkeit einer Förderung anbot, haben wir das sofort als Chance erkannt. Denn ein E-Bus ist etwa doppelt so teuer wie ein herkömmlicher Dieselbus.“

Nach Angaben der RhönEnergie Verkehrsbetriebe hat der jetzt in Dienst gestellte E-Bus einen hohen elektrischen Wirkungsgrad, verfügt über 110 Plätze (davon 44 Sitzplätze) und kommt auf eine Reichweite von bis zu 400 Kilometern – mehr als genug für innerstädtische Kurzstrecken. Er fährt mit 100 Prozent Ökostrom.

Als großen Tag für die Stadt bezeichnete auch Fuldas Bürgermeister Dag Wehner das Pilotprojekt zur Elektrifizierung des ÖPNV in der Stadtregion: „Dass der hessenweit erste E-Bus in Fulda eingesetzt wird, freut uns sehr. Aus unserer Sicht passt es sehr gut, dass die RhönEnergie Fulda mit diesem Bus zwischen dem Stadtschloss und der Hochschule verkehrt. Ein stimmiges Konzept und ein denkwürdiger Tag.“

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