Hochschule Fulda erfolgreich im Professorinnenprogramm

13.11.2018
Hochschule Fulda im Professorinnenprogramm erfolgreich
Engagieren sich für Gleichstellung: v.l. Vizepräsidentin Prof. Dr. Kathrin Becker-Schwarze, Birgit Hohmann (Leiterin des Gleichstellungsbüros und Frauenbeauftragte), Prof. Dr. Susanne Dern und Prof. Dr. Martina Ritter (beide Fachbereich Sozialwesen). Foto: Uli Mayer/Hochschule Fulda

Als einzige Hochschule für Angewandte Wissenschaften bundesweit erhält die Hochschule Fulda das Prädikat „Gleichstellung: ausgezeichnet“.

In der ersten Auswahlrunde der aktuellen Phase des Professorinnenprogramms von Bund und Ländern war die Hochschule Fulda gleich zweimal erfolgreich. Nicht nur ihr Gleichstellungszukunftskonzept wurde positiv bewertet, was sie berechtigt, Fördermittel für drei Erstberufungen von Professorinnen zu beantragen. Für ihre als hervorragend bewertete geschlechtergerechte Personalentwicklung und -gewinnung auf dem Weg zur Professur wurde sie zudem als eine von zehn Hochschulen mit dem Prädikat „Gleichstellung: ausgezeichnet!“ gewürdigt.

Die Hochschule Fulda ist unter insgesamt zehn ausgezeichneten Hochschulen die einzige Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAWs) bundesweit, die dieses Prädikat erhält; unter den hessischen Universitäten und HAWs ist sie die einzige ausgezeichnete Hochschule überhaupt. Damit kann sie eine vierte Anschubfinanzierung für die Erstberufung einer Frau beantragen. Die Auszeichnung honoriert die Aktivitäten der Hochschule Fulda im Hinblick darauf, wissenschaftliche Karriere für Frauen besser planbar zu machen. Gleichzeitig soll die Zahl der Nachwuchswissenschaftlerinnen, die auf dem Weg zur Professur ausscheiden, gesenkt werden.

Anteil der Professorinnen liegt bei 44 Prozent
„Das Prädikat ‚Gleichstellung: ausgezeichnet!’ ist eine herausragende Anerkennung unserer seit vielen Jahren schon strukturierten Arbeit für Gleichstellung über alle Qualifikationsstufen hinweg,“ betonte die Vizepräsidentin für Lehre und Studium, Prof. Dr. Kathrin Becker-Schwarze. „Wir können inzwischen einen Professorinnenanteil vorweisen, der weit über dem Bundesdurchschnitt liegt.“ 44 Prozent der Professuren sind an der Hochschule Fulda mit Frauen besetzt. Im bundesweiten Schnitt sind es dagegen nur 23 Prozent. Auch der Anteil der Doktorandinnen an der Hochschule Fulda ist deutlich gestiegen: von 50 Prozent im Jahr 2008 auf nunmehr 66 Prozent.

Auch Hochschulpräsident Prof. Dr. Karim Khakzar freute sich über das so erfolgreiche Abschneiden der Hochschule Fulda. „Vor allem das Prädikat ‚Gleichstellung: ausgezeichnet!‘ ist eine großartige Auszeichnung“, sagte er und betonte: „Die HAWs entwickeln sich enorm weiter. Das birgt eine Menge Potenziale für die Gleichstellungsarbeit. Denn mit dem Promotionsrecht, dem Ausbau der Forschung und den damit zusammenhängenden Forschungsstrukturen sowie des Wissenstransfers bieten sich auch neue Chancen für die Karrieren von Frauen.“

Birgit Hohmann, Leiterin des Gleichstellungsbüros und Frauenbeauftragte der Hochschule Fulda, sieht ebenfalls weiteres Potenzial: „Personalentwicklung an HAWs wird sich verändern“, sagte sie mit Blick auf die Zukunft. „Die Hochschule Fulda wird sich daher auch weiterhin für die Verbesserung der Repräsentanz von Frauen auf allen Qualifikationsstufen einsetzen und kreative Wege gehen.“

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