Hochschule Fulda stellt Ergebnisse des Realisierungswettbewerbs für Campuserweiterung vor

21.06.2016

Finalisten für Neubau, Umbau und Sanierung auf dem Gelände der ehemaligen Mühle Heyl stehen fest

Im Realisierungswettbewerb um den Neubau, den Umbau und die Sanierung der denkmalgeschützten Gebäude auf dem Gelände der ehemaligen Mühle Heyl hat das Preisgericht heute an der Hochschule Fulda die Ergebnisse vorgestellt. Fünf Entwürfe wurden ausgezeichnet, die überzeugende Ideen präsentieren, wie auf dem Gelände neue Lehr-, Labor- und Büroräume für den Fachbereich Pflege und Gesundheit sowie Räume für den Hochschulsport entstehen können.

Die Erwartungen des Auslobers waren hoch: Der Entwurf soll das vorgegebene Raumprogramm mit rund 5.190 m² Nutzfläche umsetzen und zugleich die räumliche und gestalterische Qualität des Campus fortführen. Besonders anspruchsvoll ist zudem die Vorgabe, die bestehenden denkmalgeschützten Gebäude der Kasernenanlage aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert zu sanieren und in das Gesamtkonzept zu integrieren. Im Entwurf zu berücksichtigen waren auch die besonderen Vorgaben des Landes Hessen in Bezug auf energieeffizientes Bauen und Sanieren.

Den ersten Preis erhielt das Büro ATELIER 30 Architekten GmbH aus Kassel. „Dieser Entwurf hat durch einen sensiblen Umgang mit den Bestandgebäuden und die Schaffung eines inneren Hofs als Angebot für Studierende sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter überzeugt“, begründete der Vorsitzende des Preisgerichts, Prof. Dr. Franz Pesch, die Entscheidung. Durch die eingeschossige Aufstockung des ehemaligen Reitstalls werde die Verbindung von Alt und neu geschaffen. Der Entwurf präsentiere einen kongenialen Weiterbau des Bestands in Verbindung mit einer sehr schönen Wegeführung.

Auf den zweiten Platz schaffte es AV1 Architekten GmbH aus Kaiserslautern. Den dritten Platz konnten Andreas Ferstl und Hess / Talhof / Kusmierz Architekten und Stadtplaner aus München erlangen. Den vierten Platz erhielt kleyer.koblitz.letzel.freivogel Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin gefolgt von Sturm und Wartzeck GmbH aus Dipperz auf dem fünften Platz. Insgesamt hat das Land Hessen als Preisgeld 164.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Anerkennungen erhielten die Büros Bez + Kock Architekten Generalplaner GmbH, Stuttgart, wulf architekten gmbH ebenfalls Stuttgart und ARGE sinning architekten und voigt und herzig architekten und ingenieure GmbH aus Darmstadt.

„Wie erhofft hat der Wettbewerb hervorragende Lösungen für eine äußerst anspruchsvolle Aufgabe hervorgebracht“, äußerte sich Hochschulpräsident Prof. Dr. Karim Khakzar nach der Sitzung des Preisgerichts zufrieden. „Ich freue mich sehr, dass wir nun auf dieser Basis den Campus unserer Hochschule äußerst qualitätsvoll erweitern können und dringend benötigte Flächen schaffen.“

Irene Bauerfeind-Roßmann, Ministerialdirigentin im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, zeigte sich ebenfalls sehr zufrieden mit der Entscheidung: „Ich freue mich sehr, dass nach der erfolgreichen Umsetzung des Campusausbaus an der Hochschule Fulda, in den in den letzten Jahren bereits weit über 40 Mio. Euro im Rahmen des Hochschulbau-Investitionsprogramms HEUREKA geflossen sind, mit der aktuellen Wettbewerbsentscheidung ein weiterer Meilenstein auf den Weg gebracht werden kann.

Stadtbaurat Daniel Schreiner, der als Mitglied im Sachpreisgericht an der Entscheidung mitgewirkt hatte, würdigte den Siegerentwurf mit Blick auf den Denkmalschutz: „Das Ergebnis zeigt, wie Denkmalschutz auch in schwierigste Bauaufgaben elegant integriert werden kann“, betonte er. „Wir freuen uns über diese Erweiterung.

Um die Teilnahme an dem EU-weit ausgeschriebenen nicht offenen Realisierungswettbewerb, der unter der Regie vom Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen durchgeführt wurde, hatten sich insgesamt 59 Büros aus dem ganzen Bundesgebiet beworben. Davon wurden 39 Büros zur Teilnahme eingeladen – 27 Wettbewerbsbeiträge lagen dem Preisgericht vor.

Die Bauarbeiten sollen nach derzeitigem Planungsstand 2018 beginnen. Zuvor werden bereits die Siloanlagen der vormaligen Mühle Heyl abgerissen werden. Die Fertigstellung des Projektes ist für 2020 geplant.

Alle Wettbewerbsbeiträge sind vom 22. bis 30. Juni jeweils von 10 bis 18 Uhr und am 1. Juli 2016 von 10 Uhr bis 13 Uhr in einer öffentlichen Ausstellung in Halle 8 auf dem Hochschulcampus zu sehen.

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Antje Mohr

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