Hochschulpräsident Prof. Khakzar wird Vizepräsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK)

09.05.2016

Er vertritt künftig die Interessen von 118 Fachhochschulen bzw. Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in ganz Deutschland.

Die deutschen Fachhochschulen und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften haben auf ihrer Mitgliederversammlung am 9. Mai den Fuldaer Hochschulpräsidenten Prof. Dr. Karim Khakzar mit großer Mehrheit zu ihrem Sprecher und gleichzeitig zum Vizepräsidenten der Hochschulrektorenkonferenz gewählt. In der Hochschulrektorenkonferenz sind derzeit 268 staatliche und staatlich anerkannte Universitäten, Fachhochschulen bzw. Hochschulen für Angewandte Wissenschaften, Musik- und Kunsthochschulen, Pädagogische Hochschulen sowie Theologische Hochschulen organisiert. In ihnen sind rund 94 Prozent aller Studierenden in Deutschland immatrikuliert.

Mit der Wahl vertritt Khakzar nun als Sprecher die Interessen von insgesamt 118 Fachhochschulen bzw. Hochschulen für Angewandte Wissenschaften. Khakzar hat sich in den vergangenen Jahren sowohl auf Landesebene in Hessen als auch auf Bundesebene immer wieder für die Verbesserung der Rahmenbedingungen für Fachhochschulen eingesetzt. In seiner Zeit als Vorsitzender der Konferenz hessischer Fachhochschulpräsidien wurden die hessischen Fachhochschulen ausgebaut, die finanzielle Ausstattung für Forschung an diesen Hochschulen deutlich verbessert und nun erstmalig auch das eigenständige Promotionsrecht für forschungsstarke Bereiche an Fachhochschulen eingeführt.

„Ich werde mich in meinem neuen Amt auch dafür einsetzen, dass diese sehr erfreulichen Entwicklungen in Hessen vergleichbare Veränderungen in möglichst allen Bundesländern auslösen“, sagte der neue HRK-Vizepräsident, der sein Amt am 1. August antreten wird. „Ich bin fest davon überzeugt, dass in den deutschen Fachhochschulen bzw. Hochschulen für Angewandte Wissenschaften noch sehr viel mehr Potenzial steckt. Allerdings müssen wir günstige Rahmenbedingungen schaffen, damit dieses Potenzial auch zur Geltung kommen kann.“

Wünschenswert wäre laut Khakzar unter anderem eine deutlich stärkere Beteiligung der Fachhochschulen bzw. Hochschulen für Angewandte Wissenschaften an den Bundesmitteln zur Forschungsförderung. Dazu zählen unter anderem die Mittel der Deutschen Forschungsgemeinschaft (über 2,7 Mrd. Euro pro Jahr) sowie die Mittel zur Exzellenzinitiative (über 500 Mio. Euro pro Jahr). Beide Fördertöpfe kommen praktisch ausschließlich den traditionellen Universitäten zugute. Demgegenüber fällt das Forschungsförderprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung mit derzeit 48 Mio. Euro pro Jahr aus Sicht Khakzars viel zu klein aus. Denn die Fachhochschulen bzw. Hochschulen für Angewandte Wissenschaften, von denen viele ursprünglich als reine Lehrhochschulen gegründet wurden, haben im Zuge der Bologna-Reform neue Aufgaben in der anwendungsorientierten Forschung erhalten und leisten inzwischen einen wichtigen Beitrag bei der Förderung von Innovationen und bei der Sicherung von Zukunft und Wohlstand. Dies ist auch der Grund, weshalb die Bezeichnung des Hochschultyps in mehreren Bundesländern in „Hochschule für Angewandte Wissenschaften“ geändert wurde. Zwei von drei Ingenieurinnen und Ingenieuren absolvieren ihr Studium an einer Fachhochschule bzw. Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Unbestritten ist damit die herausragende Bedeutung des Hochschultyps für Wirtschaft und Industrie, insbesondere auch für kleine und mittlere Unternehmen.

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