Humanitäre Logistik an der Maritime University Dalian China

29.03.2016

Konferenzbeitrag zur humanitären Logistik an der Maritime University Dalian China, März 2016.

Seidenstraße des 21. Jahrhunderts – Konferenz in Dalian

Die Seidenstraße des 21. Jahrhunderts stand im Mittelpunkt der internationalen Konferenz, zu der die Dalian Maritime University China und die Universität Bremen gemeinsam geladen haben. Forschende aus mehreren Regionen Chinas, aus Thailand, Singapur und Deutschland sowie weiteren Ländern der EU haben vielfältige Forschungsergebnisse präsentiert und diskutiert. Im Mittelpunkt stand die Weiterentwicklung der „Maritime Silk Road“ von den Seehäfen Asiens, Europas und Afrikas bis ins Hinterland. Die Verbindung der Kontinente durch Bahnverkehre, aber auch durch LKWs, bildeten ebenfalls Schwerpunktthemen. Die Konferenzbeiträge deckten ein breites Spektrum ab, von Optimierungsmodellen zur Auswahl von Standorten für Hubs, IT-Themen der Digitalisierung und Vernetzung, Themen der Koordination und Kollaboration bis hin zu anwendungsorientierten Beiträgen aus unterschiedlichen Regionen und Seehäfen.

Beitrag von Prof. Dr. Dorit Schumann zur humanitären Logistik

Der Beitrag von Prof. Dr. Dorit Schumann von der Hochschule Fulda richtete sich auf die Bedeutung der Seehäfen für die humanitäre Logistik mit besonderem Blick auf China und Sub-Sahara Afrika. China ist dasjenige Land ist, das in den vergangenen 10 Jahren am meisten von Katastrophen betroffen war, und zwar sowohl nach der Anzahl der Katastrophen als auch nach der Anzahl der betroffenen Menschen. Insbesondere treten akute Katastrophen auf, dazu zählen Fluten, Erdbeben, Stürme und einige mehr. Die Herausforderung der Seehäfen besteht darin, auch in Krisensituationen die erforderlichen Kapazitäten bereit zu stellen und sich auf diese Situationen durch Risikoanalysen und logistische Planungen vorzubereiten. Die wesentliche Herausforderung an den afrikanischen Seehäfen besteht darin, zunächst Strukturen für die logistische Regelversorgung herzustellen. Darüber hinaus geht es um die Versorgung von Menschen in Notlagen, z. B. in Zentralafrika und dem Tschad. Die Verbindung der Seehäfen mit dem Hinterland ist von hoher Bedeutung in Sub-Sahara Afrika. Ein Vergleich zwischen China, Sub-Sahara Afrika und Deutschland wurde im Vortrag ebenso vorgestellt, wie mögliche Entwicklungen in der Zukunft, entlang der Seidenstraße des 21. Jahrhunderts.

Besuch des Seehafens von Dalian und der Dalian Maritime University

Die Diskussionen am Hafen der Stadt Dalian sowie auf dem Campus der Dalian Maritime University, im Nordosten Chinas mit 6 Millionen Einwohnern haben die Konferenz abgerundet und weitere Gespräche für eine Fortsetzung des Konferenzformats und für weitere zukünftige Kooperationen in Forschung und Lehre ermöglicht. Damit ist eine gute Grundlage geschaffen, auch eine 5. Konferenz zum Themenspektrum der maritimen Seehäfen entlang der Verbindung China – Deutschland im kommenden Jahr zu veranstalten.

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