Imperiale Lebensweisen

08.01.2019

Vortragsveranstaltung des Promotionskollegs Soziale Menschenrechte in Kooperation mit der GEW Hochschulgruppe und attac. Referent: Prof. Dr. Markus Wissen (Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin)

Warum fahren Menschen mit hohem Umweltbewusstsein SUV? Warum fliegen
Grünen-Wähler*innen häufiger als die Anhänger anderer Parteien? Warum bewegt sich gesellschaftlich und politisch trotz eines zunehmenden Wissens um die ökologische Krise so wenig? - Der Begriff der "imperialen Lebensweise" will diese Paradoxa erklären. Er beleuchtet die vorherrschenden Produktions- und Konsummuster, die auf der Aneignung von Arbeitskraft und Natur andernorts beruhen und gleichzeitig die zerstörerischen Wirkungen dieser Aneignung unsichtbar machen. Er erklärt mithin, wie die sozial-ökologische Zerstörung im Alltag, in den gesellschaftlichen Kräfteverhältnissen und vermittelt über die staatlichen Institutionen normalisiert wird. Gleichzeitig will er die Widersprüche aufzeigen, die sich dabei auftun und an denen emanzipatorisches Handeln im Sinne einer solidarischen Lebensweise ansetzen kann.

Der Vortrag findet um 18.00 Uhr im großen Seminarraum des Hochschulzentrums Fulda Transfer (Heinrich-von-Bibra-Platz 1b, 36037
Fulda) statt.
Die Veranstaltung ist kostenfrei und öffentlich sowie barrierefrei zugänglich.

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