In den Studienalltag schnuppern

15.11.2015
Susanne Heistermann erklärt Jonas Herget, Leon Hilfenhaus, Timo Wortberg und Jonas Sorg (von links) im Labor Automatisierungstechnik, wie sie am Computer die Werte des Drehzahlreglers ablesen können.
Die Schnupperstudierenden überprüfen die Drehzahlregelung am Computer.

Das Schnupperstudium am Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik ermöglicht Schülerinnen und Schülern einen Einblick in den Studienalltag.

Der Vorlesungssaal des Fachbereichs Elektrotechnik und Informationstechnik (ET) ist gut gefüllt: 52 Zwölftklässlerinnen und -klässler der drei Leistungskurse Elektrotechnik, Datenverarbeitung und Maschinenbau der Ferdinand-Braun-Schule Fulda sind zu Besuch an der Hochschule Fulda. Sie haben an diesem Tag ein Schnupperstudium von ET-Studiengangskoordinatorin Beate Ruppe organisiert bekommen. Sie erhalten durch Vorlesungen und Laborbesuche Einblick in einen regulären Studientag, erfahren, welches Wissen vorausgesetzt wird und können sich informieren, welche Studienmöglichkeiten sich ihnen hier vor Ort bieten.

So läuft eine Vorlesung ab

Gleich zu Beginn des Tages starten die Schülerinnen und Schüler mit zwei Vorlesungen über "Komplexe Rechnung" bei Prof. Dr. Eckhard Baum sowie"Software Engineering" bei Prof. Dr. Uwe Werner. Das Staunen in den Zuhörerreihen ist groß. "Ich habe ehrlich gesagt nicht viel verstanden. Vier Minuten konnte ich beim Thema Komplexe Zahlen noch folgen. Aber dann. Puhh", stöhnt Jonas Sorg. Sein Stufenkollege Johannes Kulla war da schon mehr angetan: "So viel über komplexe Zahlen zu hören war für mich schon ein Anreiz, mehr zu erfahren. Und Software Engineering fand ich richtig toll." Auf jeden Fall haben sie und ihre Mitschüler eine Vorstellung von einer Vorlesung erhalten.

Auch das gehört dazu: der Mensatest

Auch eine Mittagspause in der Mensa gehört natürlich zum Studierendenalltag dazu. "Das Essen war lecker. Es hat richtig gut geschmeckt", schwärmt Leon Hilfenhaus. Seine Schulkameraden Jonas Herget, Timo Wortberg und Jonas Sorg stimmen ihm zu. Begeistert sind die 16-Jährigen auch vom Campus.  "Es ist krass, wie groß der Campus ist. Echt toll", sagt Timo Wortberg.

Ein realistisches Bild vermitteln

Lehrer Carsten Rathgeber verfolgt mit dem Schnupperstudium eine bestimmte Absicht: Seine Schülerinnen und Schüler sollen verstehen, dass von ihnen bei einem Studium auch Leistung und Wissen gefordert werden; dass sie bereits in der Schule etwas tun müssen. Außerdem möchte er seinen Schützlingen zeigen, welche beruflichen Chancen ein Studium ermöglicht sowie das Studienangebot vor Ort präsentieren.

Gute Noten für Laboringenieure

Von den Laborbesuchen sind die 16- bis 18-Jährigen sehr angetan. Aufgeteilt in vier Gruppen rotieren sie unter den Fachlaboren wie im Labor Automatisierungstechnik von Susanne Heistermann oder im Labor Nachrichtentechnik bei Bernd Heil. Bei Susanne Heistermann beschäftigen sich die Schnupperstudierenden mit der Drehzahlregelung, bei Bernd Heil mit Ampelsteuerung mithilfe eines Microcontrollers. "Mit den Laboringenieuren kann man reden. Sie haben das gut erklärt", berichtet Johannes Kulla.

Carsten Rathgeber ist zufrieden mit dem Schnupperstudium 2015, das er in diesem Jahr in dieser Form zum zweiten Mal mit Beate Ruppe organisiert hat, und hofft, im nächsten Jahr wiederkommen zu können. „Ich denke, ohne unsere Aktion hätten viele Schülerinnen und Schüler durchaus falsche Vorstellungen von einem Studium an sich, von einem Technikstudium insbesondere.“

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