Inklusion fördern – auch und gerade in Zeiten der Pandemie

19.10.2021

Sarah Heinisch (RIGL-Fulda), Tanja Czarnomski (antonius:gemeinsam Mensch) und Mareike Remmel (Fachbereich Sozialwissenschaften Hochschule Fulda) nehmen den Inklusionspreis entgegen. Nicht im Bild aber auch mit im Team: Ute Weber (RIGL-Fulda), Robin Fritz, Jannis Kessler und Nina Schell (Fachbereich Sozialwissenschaften Hochschule Fulda). Bild: Jan Ries

Stadt Fulda verleiht Inklusionspreis an RinkA und die Jungmannschaft des DAV, Sektion Fulda

Die Corona-Pandemie hat viele gesellschaftliche Bereiche schwer getroffen. Auch Projekte, welche die Inklusion fördern, wurden beispielsweise durch Kontaktverbote stark eingeschränkt. Dass Inklusion jedoch keine Grenzen kennt, zeigte die diesjährige Verleihung des Inklusionspreises der Stadt Fulda, die unter dem Motto „Beziehungen gestalten – Inklusion in der Corona-Pandemie“ stand. Bürgermeister Wehner stellte alle eingegangen Bewerbungen vor und zeigte damit deutlich, wie engagiert, motiviert und kreativ Fuldaer Organisationen, Einrichtungen, Projekte und Privatpersonen sind, um Inklusion voranzubringen.

Auch das Projekt RinkA (Umsetzungsprojekt im RIGL der Hochschule Fulda) hat sich mit seinen Podcasts „Podklusion“ in Leichter Sprache für den Inklusionspreis 2021 beworben. Während der Pandemiezeit wurden Podcasts als kostenlose Audios zu einem wichtigen Unterhaltungs- und Informationsmedium. Auffällig ist jedoch, dass Podcasts für Menschen, die von Leichter Sprache profitieren, auf dem Markt noch deutlich unterrepräsentiert sind. Gemeinsam mit vier Student*innen des Fachbereichs Sozialwesen und einer Mitarbeiterin von „antonius – gemeinsam Mensch“ produziert das RinkA-Team seit Dezember 2020 Podcasts in Leichter Sprache zu Sport-, Bewegungs-, Freizeit- und Gesundheitsthemen. Im Vordergrund steht dabei jedoch nicht nur die Erklärung und Erläuterung verschiedener Sportarten, Bewegungsformen oder gesunderhaltendem Verhalten. Podklusion möchte vielmehr das Interesse an den Themen Bewegung, Sport und Gesundheit wecken, die Gesundheitskompetenzen der Zuhörer*innen fördern sowie Möglichkeiten inklusiver Bewegungsformen aufzeigen. Am Ende jeder Folge regt eine themenspezifische Bewegungsübung zum Mitmachen an. Unterstützung erhält das Team durch zahlreiche regionale und überregionale Expert*innen, wie zum Beispiel Paralympics-Bronze- Gewinner Sebastian Dietz, mehrfacher Paralympics-Medaillen Gewinner Rainer Schmidt, der Athlet*innen-Sprecherin von Special Olympics Kerstin Will oder zwei Spielern der inklusiven Fußballmannschaft Teutonia Köppern. Mit dieser Projektidee und deren Umsetzung wurde Podklusion mit dem zweiten Preis ausgezeichnet.

Der erste Preis ging an die Jungmannschaft des Deutschen Alpenvereins, Sektion Fulda, die es ihrer gehbeeinträchtigten Teamkameradin ermöglichten, mit Hilfe eines umgebauten Kartoffelwagens an den Wanderausflügen teilzunehmen. Der Hochschulsport der Hochschule Fulda ist langjähriger Kooperationspartner der Sektion Fulda des Deutschen Alpenvereins und unterstützt die Etablierung des inklusiven Kletterangebotes bereits von Beginn an. Das Projekt RinkA gratuliert den Entwickler*innen des sogenannten „Kathamobils“ herzlich und wünscht sich viele weitere Nachahmer*innen dieser tollen Idee.

Die Podklusions-Podcasts können über alle gängigen Streaminganbieter angehört werden. Weitere Informationen zum Projekt- auch in Leichter Sprache - sind hier zu finden: https://www.hs-fulda.de/forschen/wissens-und-technologietransfer/rigl-fulda/podcast-podklusion

Pressestimmen zur Preisverleihung:

Stadt Fulda
Osthessen-News
Osthessen Zeitung

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