Kompetenzen zur Netzwerkarbeit fördern

06.03.2018
Quelle: Hochschule Fulda/Stephanie Ziegler.

Projekt zu Qualifikationspfaden in der Gesundheitsförderung trägt erste Früchte.

Studierenden gelingt es unterschiedlich gut, während des Studiums realistisch einschätzen zu lernen, wo sie tätig werden könnten, welche Kompetenzen sie dafür benötigen und was sie tun können, um ihrem Traumjob ein Stück näher zu kommen. Eine Verbleibstudie im Studiengang Gesundheitsförderung zeigte, dass dies Absolventinnen und Absolventen erschwert, den Berufseinstieg erfolgreich zu meistern.

Projekt soll Wege in den Traumjob zeigen

„Hier zeigte sich Handlungsbedarf“, erläutert Studiengangsleitung Prof. Dr. Beate Blättner. „Manche unserer Absolvierenden haben zu wenig Selbstvertrauen in das, was sie können. Deswegen haben wir mit der Zustimmung der internen Kommission für Qualitätssicherung in Studium und Lehre im Oktober ein Projekt begonnen, das Studierenden mögliche Wege in ihren Traumberuf zeigen soll. Das Studium bietet vor allem in der zweiten Studienhälfte viele Möglichkeiten, sich ein spezifisches Profil aufzubauen. Wir wollen Studierenden zeigen, wie sie dies für sich nutzen können.“ Im Projekt werden in der Gesundheitsförderung Tätige interviewt, wie sie den Einstieg geschafft haben, was dafür hilfreich war und welche Kompetenzen sie in der Praxis benötigen. Potentielle Arbeitgeber werden danach befragt, was Ihnen bei Bewerbungen besonders wichtig ist. Aus den Ergebnissen sollen anschließend Vorbereitungs- und Einstiegsszenarien abgeleitet werden.

„Für mich sind die Interviews sehr interessant“ begeistert sich Stephanie Ziegler, die selbst Gesundheitsförderung in Fulda studiert hat und ihre Kompetenzen in einem Masterstudium an einer anderen Hochschule vertieft hat. „Sie zeigen wie vielfältig die Möglichkeiten sind, in der Gesundheitsförderung tätig zu werden und mit welchem guten Gespür manche meiner früheren Kommilitoninnen und Kommilitonen es geschafft haben, wirklich spannende Arbeitsbereiche zu finden.“

Erste Konsequenzen gezogen

Das Projekt gibt auch Anregungen für die Weiterentwicklung des Studiengangskonzeptes. Da sich in den Interviews bestätigt, wie wichtig die Kompetenzen sind, kommunale Netzwerke aufbauen zu können, wird künftig dazu ein Wahlmodul angeboten, das Kerstin Krüger, Praxisreferentin und Lehrende im Studiengang Gesundheitsförderung, entwickelt hat. „In meiner eigenen Praxis außerhalb der Hochschule war Netzwerkarbeit das A und O. Während meiner Tätigkeit in einer Landesvereinigung für Gesundheitsförderung konnte ich Kommunen auf dem Weg zur gesunden Kommune begleiten. Dieses Wissen möchte ich gerne weitergeben“, freut sich Kerstin Krüger. In diesem Modul sollen die Studierenden lernen, wie sie Netzwerke aufbauen und den Prozess der Netzwerkbildung gestalten können, welche Akteure wichtig sind und mit welchen Methoden die Netzwerkbildung gelingt.

Möglichkeiten zur Profilbildung nutzen

Neben dem Wahlmodul und einem geeigneten Praktikum sind die Wahl des Schwerpunktes und die Abschlussarbeit wichtige Elemente im Studiengang, das eigene Profil zu entwickeln. „In den Interviews wird die Bedeutung einer sorgfältigen Auswahl des Praktikums deutlich. Es ist wichtig, dort zu zeigen was man kann, und im Anschluss den Kontakt zur Einrichtung zu halten, um die Chance für einen Einstieg zu erhöhen. Manche Absolvierenden haben als Werkstudierende ein paar Stunden dort weitergearbeitet und andere ein Thema für ihre Abschlussarbeit gefunden“, ergänzt Frau Ziegler.

Information zum Studiengang

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