Masterabsolventin aus der Lebensmitteltechnologie erhält Förderpreis der Sparkasse Fulda

21.12.2016
Die Preisträgerin des Sparkassen-Förderpreises 2016: Simone Sohnle. Links von ihr steht Prof. Dr. Felix Ecker, rechts der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Fulda, Alois Früchtl.
Die Preisträgerin Simone Sohnle mit Prof. Dr. Felix Ecker, der die Arbeit betreute (links), und dem Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Fulda, Alois Früchtl, der die Auszeichnung überreichte.

Simone Sohnle hat ein Verfahren entwickelt, um Flaschenverschlüsse verbraucherfreundlicher zu gestalten.

 

Für ihre Masterarbeit zur Handhabbarkeit verschiedener Schraubverschlüsse hat Simone Sohnle den diesjährigen Förderpreis der Sparkasse Fulda erhalten. Der Preis wird jährlich verliehen und zeichnet herausragende wissenschaftliche Leistungen von Master-Studentinnen und -Studenten aus. Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Fulda, Alois Früchtl, und Hochschulpräsident Prof. Dr. Karim Khakzar überreichten der jungen Wissenschaftlerin die Auszeichnung. Die 25-Jährige hat von März 2014 bis Mai 2016 am Fachbereich Lebensmitteltechnologie der Hochschule Fulda Food Processing studiert.

Die Preisträgerin untersuchte diverse Verschlüsse handelsüblicher Getränkeflaschen – vom Aluminiumschraubverschluss mit Papierstreifen bis hin zum Kunststoffdeckel mit Bruchring. Wie verbraucherfreundlich sind diese für ältere Menschen, wollte sie wissen. Denn mit zunehmendem Alter lassen die Sehleistung, die motorische Geschicklichkeit sowie die Kraft der Hände nach. Die Folge: Schraubverschlüsse werden von dieser Zielgruppe häufig als schwer zu öffnende Verpackungen wahrgenommen.

Um herauszufinden, wie Flaschenverschlüsse gestaltet sein müssen, damit ältere Menschen sie einfach handhaben können, ließ Simone Sohnle Seniorinnen und Senioren im Alter zwischen 65 und 80 Jahren verschiedene Verschlüsse öffnen. Dabei zeigten sich deutliche Unterschiede in der Handhabbarkeit. Sie fand heraus, dass Verbraucherinnen und Verbraucher formstabile Flaschen bevorzugen, deren Deckel große Durchmesser mit kurzen Gewinden haben. Parallel setzte sie ein vergleichendes instrumentelles Prüfverfahren ein, das sie eigens für die Studie entwickelt hatte. Die zum Öffnen der Flaschen erforderlichen Kräfte, die sie hier messen konnte, entsprachen der Wahrnehmung der Teilnehmer. Für die Handhabbarkeit der Flaschen ist die erforderliche Öffnungskraft allerdings nur von untergeordneter Bedeutung, ergab die Studie. Formstabilität, Grifffläche und Design spielen dagegen eine entscheidende Rolle.

„Die Studie hat nennenswert dazu beigetragen, die Einflussfaktoren auf die Handhabbarkeit von Flaschenverschlüssen zu verstehen“, würdigte Prof. Dr. Felix Ecker, der die Masterarbeit betreut hatte, die Leistung der Absolventin. Auf Basis dieser Erkenntnisse können Unternehme die Verschlüsse künftig optimal auf die Bedürfnisse der Verbraucherinnen und Verbraucher auslegen.“  Ein Teil der Forschungsergebnisse ist bereits in einem Fachjournal publiziert und steht der Fachwelt damit zur Verfügung.

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