Mentorinnen und Mentoren aus der regionalen Wirtschaft gesucht

07.08.2017

Hochschule Fulda startet diversitätsorientiertes Mentoring-Projekt für mehr Chancengerechtigkeit.

 

Mit dem Ziel, die Chancengerechtigkeit im Studium zu verbessern und die Potenziale der vielfältigen Studierendenschaft zu fördern, startet die Hochschule Fulda zum Wintersemester 2017/18 das diversitätsorientierte Mentoring-Programm MentoDivers. Dafür werden noch Mentorinnen und Mentoren aus der regionalen Wirtschaft, vorrangig aus dem ingenieurwissenschaftlichen Bereich,  gesucht, die Interesse haben, Studierende und Absolventinnen/Absolventen beim Einstieg in den Beruf oder beim Übergang in die nächste Qualifikationsphase zu unterstützen. Angesprochen sind alle, die ihre Erfahrungen aus der beruflichen Praxis weitergeben und sich für mehr Chancengleichheit in ihrem Berufsfeld einsetzen möchten. Mentorinnen und Mentoren bietet das Programm darüber hinaus die Chance, die eigene Diversitätskompetenz zu erweitern.

MentoDivers richtet sich an die Studierenden aller Fachbereiche, die als Erste aus ihrer Herkunftsfamilie bzw. als Pionierinnen und Pioniere einer Gruppe mit marginalisierter Zugehörigkeit ein Studium aufnehmen. Unabhängig von Alter, Geschlecht, Hautfarbe, körperlichem und psychischem Vermögen, Nationalität, sozialer und (welt)regionaler Herkunft sowie Sexualität sollen die Studierenden gefördert werden. „Wir betrachten die Zielgruppe der Studienpionierinnen und -pioniere nicht als eine Defizitgruppe“, erläutert Prof. Dr. Carola Bauschke-Urban, Projektleiterin und Prodekanin für Internationales und Forschung am Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften. „Diese Studierenden verfügen vielmehr über vielfältige Potenziale und häufig auch über eine ausgesprochen hohe Bereitschaft zum sozialen Aufstieg durch Bildung.“

Die Betreuung erfolgt eins zu eins. Die inhaltliche Ausrichtung des Mentorings im Detail wird zwischen Mentorin/Mentor und Mentee individuell vereinbart. Von der Koordinationsstelle wird dieser Prozess begleitet und unterstützt. Zum Erlangen von Schlüsselkompetenzen für Mentorinnen und Mentoren sind Trainingsangebote vorgesehen.

Hintergrund des Programms ist, dass die Studierendenschaft der Hochschule Fulda zunehmend heterogener wird. Damit werden auch die individuellen Wege der Studierenden durch das Studium und hinein in den Beruf bzw. in einen weiteren Studienabschluss nach dem Bachelor vielfältiger. Für viele Studierende eröffnet das neue Perspektiven in der Hochschulbildung. Gleichzeitig sehen sie sich häufig konfrontiert mit der Herausforderung und der Chance, sich als Pionierinnen und Pioniere im Feld der Hochschule zu behaupten. Trotz Bildungsreform ist die Gruppe dieser Pionierinnen und Pioniere im Studium nach wie vor unterrepräsentiert und mit – subtilen, oft  nicht intendierten und versteckten – Formen der Benachteiligung konfrontiert. Das Fehlen von „Wegweisern“ sowie finanzieller und motivationaler Unterstützung, Mehrfachbelastungen durch studienbegleitende Erwerbsarbeit oder Exklusionserfahrungen auf dem Campus können Probleme wie etwa Verzögerungen im Studienverlauf bis hin zum Studienabbruch begründen.

Weitere Auskünfte erteilt die Projektkoordinatorin Syeda Aisha Furrukh, E-Mail: aisha.furrukh@hs-fulda.de.

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