Mobil in Süsterfeld-Helleböhn

18.07.2017
Sitzmöglichkeit am Gehweg. Quelle: Hochschule Fulda/Silvia Heckenhahn.

Studentisches Projekt untersucht wie ältere Menschen in einem Kasseler Stadteil besser an der Gesellschaft teilhaben können.

In der Prävention und Gesundheitsförderung sind Sozialversicherungsträger gesetzlich verpflichtet, sich an die Nationalen Gesundheitsziele zu halten. Eines davon heißt „Gesund älter werden“ und fordert unter anderem, die gesellschaftliche Teilhabe älterer Menschen zu stärken. Dafür ist es notwendig, die infrastrukturellen und sozialen Rahmenbedingungen der Wohnumgebung Älterer zu kennen und so zu verändern, dass ältere Menschen von ihrem zu Hause aus entsprechende Orte auch erreichen können. Der erste Schritt dabei ist immer die Analyse des Bedarfes.

Studierenden des Studiengangs Gesundheitsförderung nutzten eine Anfrage aus Kassel, ganz praktische Erfahrungen in der kommunalen Gesundheitsförderung zu machen und solche Daten für den Stadtteil Süsterfeld-Helleböhn in Kassel zu erheben, ein Wohngebiet zwischen Bahntrasse und Landschaftsschutzgebiet. Fast ein Jahr lang analysierten die Studierenden soziodemographische Daten und untersuchten topographische Gegebenheiten. Sie interviewten relevante Akteure im Stadtteil, führten eine Quartiersbegehung durch, arbeiten mit älteren Bewohnern in Fotostreifzügen und Workshops am Thema und befragten Bürgerinnen und Bürger der Stadtteile nach ihren Bedarfen. „Das war Lernen im echten Leben“ kommentiert Silvia Heckenhahn, Mitarbeiterin am Fachbereich Pflege und Gesundheit, die das Projekt leitet. „Die Studierenden konnten ihre Kenntnisse im Projektmanagement anwenden und neben ihrem Wissen auch ihre sozialen Kompetenzen in der Netzwerkarbeit einsetzen. Das Projekt vermittelt ein ganz realistisches Bild, was es bedeutet in der kommunalen Gesundheitsförderung tätig zu sein. Für sie war dabei sehr wichtig, bestätigt zu bekommen, welche Kompetenzen sie im Studium erworben haben.“

Die Vorbereitung der Abschlusspräsentation an der die Leitungsebene der privaten, kirchlichen und staatlichen Akteuren aus Kassel teilnehmen, bedeutete noch mal Stress für alle, aber auch das befriedigende Gefühl, etwas geleistet zu haben. Etwas das für die Menschen in der Region wirklich nützlich ist.

Kontakt

Silvia Heckenhahn

Gebäude 25, Raum 204
Silvia Heckenhahn+49 661 9640-627
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