Mythen und Realität der Zeitarbeit

11.12.2017
Foto: privat

Spannender Gastvortrag und lebhafte Diskussionen

Wie sind Zeitarbeitsunternehmen aufgestellt? Welche Leistungen bieten sie? Wie kommt deren z. T. negatives Image zustande? Wie ist gewerbliche Arbeitnehmerüberlassung unter Gesichtspunkten sozialer Nachhaltigkeit zu bewerten? Diesen und zahlreichen weiteren Fragen wurde in dem von Prof. Dr. Anja Thies organisierten Gastvortrag am 6. Dezember 2017 nachgegangen. Neben den IBWL-Studierenden mit dem Schwerpunkt Personalmanagement nahmen insbesondere auch Studierende des Studiengangs „Wirtschaftsrecht – Nachhaltigkeit und Ethik“ an der Veranstaltung teil. Beide Studierendengruppen hatten sich in ihren personalwirtschaftlichen und arbeitsrechtlichen Lehrveranstaltungen bereits mit Zeitarbeit im Kontext von Nachhaltigkeit beschäftigt.

Herr Markus Witte, Sprecher des Bundesarbeitgeberverbands der Personaldienstleister e.V. (BAP) für die Region Mitte-West, und Geschäftsführer der Titum GmbH, Mannheim, leitete mit einem rund 40-minütigen Vortrag in das Thema Zeitarbeit ein. Er griff die der Zeitarbeitsbranche häufig entgegengebrachten Kritikpunkte aktiv auf und stellte ihnen statistische Daten sowie arbeitsrechtliche Normen gegenüber, die zur Entkräftung so mancher Vorurteile beitrugen. Herr Witte machte den Wandel der Branche im Laufe der Zeit transparent und zeigte anstehende Herausforderungen auf. In diesem Zusammenhang kam er vor allem auf die in diesem Jahr per Gesetz eingeführten Regelungen zur Höchstüberlassungsdauer sowie zur Umsetzung von „Equal Pay“ und „Equal Treatment“ zu sprechen.

Insbesondere mit Bezug auf die zuletzt genannten Aspekte entspann sich im Anschluss an das Referat eine muntere Diskussion, an der sich viele Teilnehmenden beteiligten. Herr Witte stellte sich auch provokanten Fragen, womit auch die kritische Seite des Zeitarbeitsgeschäfts beleuchtet werden konnte. Somit gelang es, mit Mythen – vielfach resultierend aus früherer, z. T. gängiger Praxis mancher Zeitarbeitsfirmen – aufzuräumen und die derzeit gelebte Realität professionell arbeitender Personaldienstleistungsunternehmen abzubilden.

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