Nachwuchsförderpreis für Bachelor-Absolventin aus dem Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften

10.12.2019

Meike Oltmanns ist für ihre Abschlussarbeit vom Bundesverband Sicherheitspolitik an Hochschulen ausgezeichnet worden.

Für ihre Bachelor-Arbeit mit dem Titel „Im Spannungsfeld von Sensibilisierung und Handlungstraining – Interkulturelle Kompetenz in der Einsatzvorbereitung der Bundeswehr am Beispiel der Militärintervention in Mali“ hat die Fuldaer Bachelor-Absolventin Meike Oltmanns die mit 1.000 Euro dotierte „Goldene Eule“ des Bundesverbands Sicherheitspolitik an Hochschulen (BSH) erhalten. Mit dem Nachwuchsförderpreis würdigt der BSH herausragende wissenschaftliche Qualifikationsarbeiten als sicherheitspolitische Diskursbeiträge. In diesem Jahr konnten Arbeiten zum Themenkomplex „Deutschlands Sicherheitspolitik in der MENA- und Sahel-Region“ eingereicht werden.

Meike Oltmanns, die an der Hochschule Fulda den Bachelor-Studiengang Sozialwissenschaften mit Schwerpunkt Interkulturelle Beziehungen absolvierte, führte qualitative Leitfadeninterviews mit fünf Einsatzsoldatinnen und -soldaten sowie einer Psychologin und arbeitete heraus, welche Aspekte bei der vorbereitenden Ausbildung für den Mali-Einsatz aus interkultureller Perspektive bezüglich der Ausbildungsinhalte für Bundeswehrsoldatinnen und -soldaten zu beachten sind. Ziel der Bachelorarbeit war es, Verbesserungsvorschläge und Entwicklungspotenziale für die landesspezifische interkulturelle Vorbereitung auf das Einsatzland Mali aufzuzeigen und zu identifizieren. Unterstützt wurde sie in ihrer anwendungsorientierten Forschung durch das Vereinte Nationen Ausbildungszentrum in Hammelburg sowie die Zentrale Koordinierungsstelle Interkulturelle Kompetenz (am Zentrum Innere Führung) in Koblenz. In Kooperation mit letzterer hat sie auf Basis ihrer Bachelor-Arbeit ein „Trainingsboard Mali“ entwickelt, das die für den dortigen Einsatz vorgesehenen Kontingente der Bundeswehr im Hinblick auf Kultur und Bevölkerung des Landes sensibilisiert, informiert und weiterbildet.

Betreut wurde die Arbeit von Dr. habil. Andreas Herberg-Rothe und Prof. Dr. Matthias Klemm aus dem Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften der Hochschule Fulda. "Frau Oltmanns leistet mit ihrer Bachelor-Arbeit einen empirisch fundierten Beitrag zur Weiterentwicklung von Schulungskonzepten für internationale Einsätze von Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr", sind sich beide einig. Ihre im Hinblick auf wissenschaftliche Kriterien vorbildlich durchgeführte Studie belege die Bedeutung qualitativer Sozialforschung für die Praxis.

Meike Oltmanns studiert derzeit im Master-Studiengang Internationale Politik und Internationales Recht (IPIR) an der Christian-Albrechts Universität zu Kiel.

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