Neue Berufsperspektiven beim alten Arbeitgeber

19.01.2016
Daniel Glückschalt kann durch sein Studium „Gesundheitsmanagement“ an der Hochschule Fulda neue berufliche Wege bei der Barmer GEK einschlagen. Foto: Barmer GEK

Daniel Glückschalt studierte Gesundheitsmanagement und arbeitet heute als Mitarbeiter für politische Aufgaben bei der Barmer GEK. Ein Alumnibericht

Neue berufliche Wege beschreiten, das war der Wunsch von Daniel Glückschalt, als er sich für das berufsbegleitende Studium Gesundheitsmanagement an der Hochschule Fulda entschloss. Eine gute Entscheidung, wie sich herausstellte. „Ich wollte mir neue Perspektiven ermöglichen und mich fachlich und persönlich weiter entwickeln“, erzählt er.

Dass die Kombination von Studium und Beruf reibungslos funktionierte, verdankt er vor allem seinem Arbeitgeber, der Barmer GEK, mit 8,6 Millionen Versicherten eine der größten Krankenkassen Deutschlands. Bereits während seines Fachabiturs im Bereich Wirtschaft und Verwaltung lernte er das Unternehmen als Praktikant näher kennen und bewarb sich nach dem Abschluss erfolgreich um einen Ausbildungsplatz zum Sozialversicherungsfachangestellten. Der gebürtige Hanauer beendete die Ausbildung 2011 und arbeitete als Kundenberater der Krankenkasse. „Ich habe den engen Kontakt zum Kunden immer sehr genossen, da ich nah an den Belangen, Wünschen und Problemen der Versicherten war. Aber ich wollte über meine damalige Position hinausgehen und mir weitere Schlüsselqualifikationen aneignen, mit denen ich mich beruflich neu ausrichten kann.“

Neue Blickwinkel

Die Entscheidung für den Bachelor-Studiengang Gesundheitsmanagement lag nahe: „Ich wollte einmal die Brille der Krankenkasse ablegen und einen anderen Blickwinkel bekommen. Gerade weil ich viel im direkten Kundenkontakt gearbeitet habe, lag es mir am Herzen, die Interessen der Versicherten noch besser zu verstehen. Der Studiengang Gesundheitsmanagement vermittelt einen umfassenden Blick über das gesamte Gesundheitssystem.“ Bevor er sich für den Studienstandort Fulda entschied, informierte sich der 25-Jährige umfassend. Er nutzte Hochschulinformationstage verschiedener Hochschulen und die Informationsangebote der Studienberatung. Das Gesamtkonzept der Hochschule Fulda überzeugte. „Insbesondere die Verbindung von Wissenschaft und Praxis hat mir gefallen. Auch die Entfernung zwischen Fulda und meinem Arbeitsplatz in Hanau hat sich angeboten“, begründet Daniel Glückschalt seine Entscheidung. Besonders spannend erlebte er das Zusammentreffen mit Kommilitoninnen und Kommilitonen anderer Berufe: „Im Studium traf ich auf Studierende, die dieselbe Ausbildung hatten, aber auch auf Krankenpfleger oder Kauffrauen des Gesundheitswesens. Vom Erfahrungsaustausch habe ich sehr profitiert“, so der Absolvent.

Von Montag bis Mittwoch verbrachte Daniel Glückschalt die Zeit mit dem Studium, donnerstags und freitags trafen ihn seine Kunden wie gewohnt an seinem Arbeitsplatz in Hanau an. Dabei zeigte sich sein Arbeitgeber sehr flexibel. „Glücklicherweise unterstützte die Barmer GEK meinen Wunsch, zu studieren, voll und ganz. Vor allem in der Prüfungszeit reagierten meine Vorgesetzten und Kollegen entgegenkommend, so dass mir immer genügend Zeit zum Lernen blieb.“

Investition in die Zukunft

Noch während des Studiums wurde Daniel Glückschalt 2013 Vertriebsbeauftragter. Seit Februar letzten Jahres ist er in der Landesgeschäftsstelle in Frankfurt als Mitarbeiter für politische Aufgaben tätig. Eine Position, die ihm sein Studium ermöglicht hat. „Als Mitarbeiter für politische Aufgaben beschäftige ich mich mit Fragen und Problemen der Gesundheitspolitik. Wir als Krankenkasse wollen uns an der Weiterentwicklung der gesundheitlichen und pflegerischen Versorgung der Versicherten in Deutschland aktiv beteiligen.“ Dazu ist er in stetem Kontakt mit allen Abteilungen der Krankenkasse wie beispielsweise der Pflege oder der Prävention. Informationen werden bei ihm gebündelt, verarbeitet und weitergereicht. „Mit den Fachreferenten der einzelnen Abteilungen und der Geschäftsführung initiiere ich Projekte, die sich mit der aktuellen Situation der Gesundheitspolitik beschäftigen, und erarbeite Strategien zu Gesetzen. Eine vielfältige Aufgabe mit Verantwortung,“ so Daniel Glückschalt. Hierfür muss er sich stets mit den aktuellen gesundheitspolitischen Ereignissen und deren Auswirkungen auf die Versicherten, deren Interessen immer im Fokus stehen, auseinander setzen. „Jeder Tag bringt neue Herausforderungen. Es macht viel Spaß. Ich sitze an einer gesundheitspolitischen Schraube, an der ich aktiv drehen und mitgestalten kann“, erzählt der junge Mann begeistert.

Seine berufliche Zukunft sieht er positiv: „Dank Studium konnte ich gleich im Anschluss an einem betriebsinternen Assessment-Center für Nachwuchsführungskräfte teilnehmen. Dieses habe ich erfolgreich absolviert und durchlaufe derzeit das Management Programm der Barmer GEK. Ab Februar stelle ich mich einer neuen Herausforderung und übernehme die Position des Regionalgeschäftsführers in Neu-Isenburg. Bei der Barmer GEK stehen einem viele Türen offen. Lebenslanges Lernen spielt eine wichtige Rolle – und ist häufig der Schlüssel zum Erfolg.“

Infos zum Studiengang
Wer Konzepte und Strukturen in der Gesundheitsversorgung überdenken, neu entwickeln und auch umsetzen möchte, für den ist der Bachelor-Studiengang Gesundheitsmanagement eine ideale Aufstiegsqualifikation. Der Studiengang kann sowohl in Vollzeit (sechs Semester) als auch berufsbegleitend (neun Semester) studiert werden. Voraussetzung ist unter anderem eine Ausbildung in einem Gesundheitsberuf wie Arzthelfer/in, Pflegekraft, Hebamme/Entbindungshelfer, Kaufmann/Kauffrau im Gesundheitswesen oder Sozialversicherungsfachangestellte/r. Um den Anforderungen der sich stetig verändernden Strukturen in der Gesundheitsversorgung gewachsen zu sein, bedarf es besonderer Kompetenzen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Hierfür qualifiziert das Studium des Gesundheitsmanagements. Typische Berufsfelder für die Absolventen sind Personalabteilungen von Gesundheitseinrichtungen, Qualitätssicherung, Krankenkassen oder Controlling in Kliniken, von Ärztehäusern oder Gesundheitsnetzwerken.

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