Praxis der Gesundheitsförderung

14.12.2020

Gesundheitsförderung umfasst vielfältige Aufgaben und Themenbereiche.

Präsentationen zum Praxissemester erfolgten erstmals Online.

Am 28. Oktober 2020 stellten Studierende des Studiengangs Gesundheitsförderung die Praxiseinrichtungen und Tätigkeitsfelder, in denen sie im Praktikum eingesetzt waren und ihre Aufgaben, für die sie im Praktikum zuständig waren sowie ihre wissenschaftlichen Ausarbeitungen, über Cisco Webex Meetings vor. Auch Erstsemesterstudierende waren in diesem Jahr wieder unter den Zuschauer*innen vertreten. Insgesamt haben im Wintersemester 2020/21 fast 60 Studierende das Studium der Gesundheitsförderung aufgenommen.

Die Bereiche, in denen die Studierenden im Praxissemester tätig waren, reichten von der Gesundheitsförderung in der Kommune und Unterstützung im Krisenstab über Vernetzungsarbeit und Koordination von Akteuren bis hin zur konzeptionellen Arbeit auf ministerieller Ebene. Aber auch in der betrieblichen Gesundheitsförderung konnten unsere Studierenden ihr Wissen aus dem Studium gut einbringen und praktisch erproben.

So berichtete Frau Neele Rothkamm, dass sie ihr Praktikum bei der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V. (LVG & AFS) im Projekt "Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung in der kommunalen Lebenswelt" absolviert hat. Zu ihren Aufgaben zählten unter anderem die Auswertung von Fragebögen, Korrekturlesen, die Erstellung eines Faktenblattes, die Konzeptionierung und Moderation von digitalen Angeboten, das Schreiben von Artikeln für den Newsletter und vor allem Recherchearbeit. Für diese unterschiedlichen Aufgaben waren selbständiges Arbeiten, Teamfähigkeit, Umgang mit den Microsoft Office Programmen und Moderationsfähigkeit notwendige Kompetenzen. „Insbesondere half mir das bereits im Studium erworbene Wissen des Moduls GF 1 ‚Grundlagen und Handlungsfelder der Gesundheitsförderung und Prävention‘, GF 2 ‚Biologische und ökologische Determinanten von Gesundheit‘ und das Wahlmodul GF 11a ‚Netzwerkarbeit in der kommunalen Gesundheitsförderung‘ dabei, das Projekt leichter zu verstehen. Zusätzlich waren für mich aber auch die Module GF 4 ‚Gesundheitsbeeinträchtigungen in Bevölkerung‘, GF 5 ‚Gesundheitliche Ungleichheit‘ und GF 8 ‚Strategien der Gesundheitsförderung‘ hilfreich, um die verschiedenen Aufgaben der Projektarbeit besser bearbeiten zu können. Aufgrund der sehr interessanten und lehrreichen Zeit, die ich bei der LVG & AFS verbracht habe, würde ich mich sehr freuen, dort nach dem Studium in der Projektarbeit tätig zu werden“, resümiert Frau Rothkamm.

Frau Naomi Micheew absolvierte ihr Praktikum im Bereich der Gesundheitsberichterstattung des Gesundheitsamtes Fulda. Sie hat sich hierfür entschieden, da das Aufdecken von Bedarfen und Bedürfnissen innerhalb des Landkreises ein wichtiger Grundstein für die Planung und Durchführung von gesundheitsförderlichen Maßnahmen auf kommunaler Ebene darstellt. Hauptaufgabe während des Praktikums war es, selbstständig einen Gesundheitsbericht zur Hebammenversorgung im Landkreis Fulda zu erstellen. Hierfür durfte sie eigenständig 5-6 relevante Akteure aus Geburtshilfe, Gynäkologie, Pädiatrie und Schwangerenberatungsstellen raussuchen und Gesprächstermine vereinbaren. Anschließend wurden Experteninterviews geführt, Memos verfasst und die ausgewerteten Ergebnisse in den Bericht eingearbeitet. „Hilfreich waren hierbei für mich die Kenntnisse aus GF3 ‚Gesundheitswissenschafltiches Denken und Arbeiten‘ und GF6 ‚Empirische Sozialforschung‘. So konnte ich Kenntnisse aus dem Studium praktisch anwenden und vertiefen,“ so Frau Micheew. Zu den täglichen Aufgaben gehörte auch, die aktuelle Corona-Statistik zu erstellen und an die Presse weiterzuleiten. Gerade hierbei sind Fähigkeiten in Excel und Statistik wichtig, wobei Frau Micheew sowohl auf epidemiologische, als auch auf statistische Grundkenntnisse aus dem zweiten Semester aufbauen konnte. „Insgesamt gestaltete sich das Praxissemester sehr abwechslungsreich und spannend. Rückblickend ist es wichtig, sich bereits in den ersten beiden Semestern einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der Gesundheitsförderung zu verschaffen und sich frühzeitig zu überlegen, wo man das Praxissemester absolvieren möchte“, fasst Frau Micheew abschließend zusammen.

Frau Teresa Gleißner konnte trotz der Pandemie ihr begonnenes Auslandssemester abschließen und das anschließend geplante Praktikum in der GesundheitsregionPlus Regensburg absolvieren. Die GesundheitsregionenPlus in Bayern, werden vom bayrischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege unterstützt und haben die Hauptaufgabe der Vernetzung und Koordination von Gesundheitsakteuren in der Region. Ziel ist die Verbesserung des Gesundheitszustandes der Bevölkerung, die mit Hilfe der drei Haupthandlungsfelder „Gesundheitsförderung und Prävention“, „Gesundheitsversorgung“ und „Pflege“ umgesetzt werden soll. „Trotz des durch Corona geschuldeten Ausfalls von Projekten und Treffen, erhielt ich einen guten Überblick über die Tätigkeitsfelder der GesundheitsregionPlus sowie des Gesundheitsamtes. Neben Verwaltungstätigkeiten führte ich auch die Recherche nach weiteren Institutionen durch, die Gesundheitsförderungs- und Präventionsprojekte für Schulen in Stadt und Landkreis Regensburg anbieten. Diese wurden anschließend kontaktiert um sie ggf. in den Übersichtskatalog für Schulen, der durch den Arbeitskreis ‚Gesund aufwachsen‘ initiiert wurde, aufzunehmen. Weiter beschäftigte ich mich mit der Recherche, Ideensammlung und Planung mit dem Public Health Action Cycle zum nächstjährigen Jahresschwerpunktthema ‚Herzinfarktprävention‘ des Bayrischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege. Besonders interessant war die Mitwirkung im Gesundheitsamt an der Antragstellung zur Förderung eines Sport- und Bewegungsprojekts für Frauen und des hierfür zu erstellenden Fragebogens“, berichtet Frau Gleißner. Zu einer Tätigkeit in der GesundheitsregionPlus gehört auch maßgeblich die Vernetzungs- und Öffentlichkeitsarbeit, wodurch Frau Gleißner bei den Vorüberlegungen für Pressemitteilungen und Newslettern einbezogen sowie bei der Gestaltung und Überarbeitung der Homepage beteiligt war. „Die Module GF1 ‚Grundlagen und Handlungsfelder der Gesundheitsförderung und Prävention ‘, GF6 ‚Empirische Sozialforschung‘ sowie GF8 ‚Strategien der Gesundheitsförderung‘, waren für mein Praktikum besonders hilfreich. Auch aus weiteren Modulen des Studiums an der HS-Fulda sowie den Modulen, die ich im Ausland belegt habe, konnte ich Parallelen ziehen und diese in die Arbeit mit einfließen lassen“, schloss Frau Gleißner ihren Praktikumsbericht ab.

Durch die souveränen Präsentationen der Studierenden aus dem 5. Semester konnten die Erstsemesterstudierenden nicht nur mögliche Arbeitsfelder der Gesundheitsförderung kennenlernen, sondern erhielten auch erste Einblicke ins Studium, da die Studierenden des 5. Semesters eine Verbindung zwischen den Vorgehensweisen der Praxis mit den Theorien aus ihrem Studium herstellten“, freute sich die Modulverantwortliche Kerstin Krüger, welche die Studierenden bei der Entwicklung des Theorie-Praxis-Transfers begleitete

Interesse am Studiengang Gesundheitsförderung B.Sc.?

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Kontaktdaten

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Kerstin Krüger

Referentin des Studiengangs Gesundheitsförderung, Praxisreferat

Gebäude 25 , Raum 202
Kerstin Krüger+49 661 9640-615
Sprechzeiten
nach Vereinbarung.

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Susan Wank

Studiengangskoordinatorin der Studiengänge Gesundheitsförderung (B.Sc.), Public Health (M.Sc.)

Gebäude 31 , Raum 105
Susan Wank+49 661 9640-6321
Sprechzeiten
Studierende: Mo u. Mi 9 - 11 Uhr, 13 - 14 Uhr Studieninteressierte: Di u. Do 8:30 - 14 Uhr und nach Vereinbarung
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