Professorin Dr. Regina Remsperger-Kehm

26.11.2021

Professorin Dr. Regina Remsperger-Kehm übernimmt die Professur für Frühkindliche Bildung. (Foto: privat)

Professur für Frühkindliche Bildung im Fachbereich Sozialwesen

Nach dem Studium des Sozialwesens an der Fachhochschule Wiesbaden und der Erziehungswissenschaften an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main wurde Remsperger-Kehm im Jahre 2010 mit einer Videostudie zur „Qualität pädagogischen Handelns im Kindergarten“ an der Goethe-Universität promoviert. Ihr Ansatz der „Sensitiven Responsivität“, der national und international breit rezipiert wird, bildet auch einen der Ansatzpunkte für die Explorationsstudie über „Verletzendes Verhalten in Kitas“, die Remsperger-Kehm zusammen mit Astrid Boll kürzlich veröffentlicht hat.  

Im Anschluss an ihre Promotion nahm Remsperger-Kehm zunächst einen Ruf auf eine Professur an der Fachhochschule in Erfurt an, später lehrte sie an den Hochschulen in Ludwigshafen am Rhein und Wiesbaden sowie an der Universität Kassel. Unmittelbar vor ihrem Ruf nach Fulda war Regina Remsperger-Kehm Professorin für „Pädagogische Grundlagen der Sozialen Arbeit und Kindheitswissenschaften“ an der Hochschule Koblenz.

In Lehre und Forschung legt die gut vernetzte Wissenschaftlerin und Mutter von vier Kindern großen Wert auf eine nachhaltige Verknüpfung von Theorie und Praxis. So begleitete sie u.a. die Projekte „Bildungs- und Lerngeschichten“, „Thüringer Kitas auf dem Weg zum Eltern-Kind-Zentrum“ und die „Rolle von Fachberatung im System der Entwicklung von Qualität in der frühen Bildung“. Darüber hinaus arbeitet Remsperger-Kehm seit vielen Jahren erfolgreich als Fortbildungsreferentin für pädagogische Fachkräfte und engagiert sich für die Qualifizierung von Fachberater*innen.  Im Mittelpunkt der inhaltlichen Arbeit der 44-jährigen Professorin stehen die Prävention von verletzendem Verhalten durch pädagogische Fachkräfte und damit der Schutz und das Wohlergehen von Kindern in Tageseinrichtungen. Die Initiierung eines dauerhaften Dialogs zwischen Praxis, Wissenschaft, Ausbildung und Politik soll hierzu einen Beitrag leisten.

Erwartungsvoll blickt Regina Remsperger-Kehm nun auf ihre Aufgaben an der Hochschule Fulda: „Es ist wunderbar, dass ich im Fachbereich Sozialwesen unmittelbar an meine Arbeiten an den Schnittstellen von Kindheitspädagogik und Sozialer Arbeit anschließen kann. Auf den Austausch mit den Studierenden und die Zusammenarbeit mit den neuen Kolleginnen und Kollegen freue ich mich sehr. Mit Blick auf die Weiterentwicklung pädagogischer Qualität möchte ich auch weiterhin die Perspektiven der Akteur*innen in der Praxis in das Zentrum meiner Arbeit rücken. Unterschiedliche Sichtweisen zu hören und dafür zu sensibilisieren sind dabei ein wichtiger Auftrag.“

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