Projekt Bindeschuh zeigt Kunstwerke im Eichhof-Krankenhaus in Lauterbach

02.05.2017
„Die Welt ist bunt“ - Das Bild von Ulrike Stadler gibt der Ausstellung im Eichhof-Krankenhaus ihren Titel. (Foto: Ulrike Stadler/ Projekt Bindeschuh)
„Hundertwasser“ hat Barbara Häuser ihr Gemälde genannt. Ein weiteres Kunstwerk von rund 40 farbenfrohen Gemälden und Computergrafiken, die ab dem 8. Mai in Lauterbach zu sehen sind. (Foto: Barbara Häuser/ Projekt Bindeschuh)

Unter dem Titel „Die Welt ist bunt“ präsentieren 19 Künstlerinnen und Künstler vom 8. Mai bis 2. Juli Gemälde und Computergrafiken.

In der Veranstaltungsreihe Kultur im Krankenhaus zeigt das Projekt Bindeschuh ab dem 8. Mai 2017 eine Auswahl seiner Werke im Eichhof-Krankenhaus in Lauterbach. „Die Welt ist bunt“ heißt der Titel der Ausstellung, die bis zum 2. Juli im Foyer des Krankenhauses Bilder von 19 Künstlerinnen und Künstlern aus Bad Soden, Fulda, Großenlüder, Hosenfeld, Petersberg, Schlüchtern und Steinau präsentiert. Insgesamt sind 40 farbenfrohe Gemälde und Computergrafiken zu sehen. Die Künstlerinnen und Künstler sind alle Mitglieder des inklusiven Kunst- und Kulturprojekts Bindeschuh an der Hochschule Fulda. Das Projekt versteht sich seit 25 Jahren als kreatives Freizeitangebot für Menschen mit Behinderungen und zugleich als praxisnahe Lehrveranstaltung für Studierende der sozialen Arbeit. Die Vernissage der Ausstellung findet am Montag, den 8. Mai, um 16.30 Uhr statt. Die Eröffnung wird durch den Gitarristen und Komponisten Martin Janneck musikalisch begleitet.

Der Titel der Ausstellung „Die Welt ist bunt“ geht zurück auf ein gleichnamiges Bild der Künstlerin Ulrike Stadler. Für Andrea Hilgers, die Leiterin von Bindeschuh und Erziehungswissenschaftlerin am Fachbereich Sozialwesen, verweist er aber auch auf eine grundlegende Zielsetzung des mehrfach ausgezeichneten Projekts: „Wir wollen die Vielfalt der Menschen in unserer Gesellschaft abbilden“, erklärt sie. Den Sinn von Bindeschuh, das Hilgers gemeinsam mit dem Kunstpädagogen und Sozialarbeiter Björn Boch betreut, sieht die Professorin auch darin: „Es geht um eine Selbstwertsteigerung von Menschen mit Behinderung, damit sie ihre eigenen bemerkens- und  beachtenswerten Fähigkeiten realisieren. Es geht aber auch um eine Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die Kompetenzen von Menschen mit Behinderung. Und nicht zuletzt geht es um den Spaß am kreativen Gestalten und das soziale Miteinander.“

Das Projekt „Bindeschuh“ verbindet Menschen – und beruht dabei vor allem auf drei Grundideen: Einerseits ist es ein Angebot für Künstlerinnen und Künstler mit Handicap, die sich in einem offenen Atelier der Hochschule treffen und dort ihre künstlerischen Fähigkeiten entdecken und entfalten können. Andererseits ist es eine praxisorientierte Lehrveranstaltung für Studierende des Fachbereichs Sozialwesen. Wie Assistenz für Menschen mit Behinderung aussehen kann und welche Aufgaben in einem Kulturprojekt anfallen, lernen die angehenden Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter hier nicht nur in der Theorie: Wenn etwa die Künstlerinnen und Künstler bei ihrer Arbeit Unterstützung durch Assistentinnen und Assistenten benötigen, sind die Studierenden zur Stelle. Auf diese Weise kommen 20 Künstler zwischen 17 und 63 Jahren und 21 Studierende des Fachbereichs Sozialwesen zwei Semester lang jeden Montag im Atelier der Hochschule zusammen. Und dieses inklusive Miteinander ist der dritte wichtige Gedanke bei Bindeschuh.

Auf einen Blick:
Die Welt ist bunt – Ausstellung des Projekts Bindeschuh
vom 8. Mai bis 2. Juli 2017
im Foyer des Lauterbacher Krankenhauses der Eichhof-Stiftung
Eichhofstraße 1
Vernissage: 8. Mai, 16.30 Uhr
Der Eintritt zur Ausstellung ist frei.

Weitere Informationen zum Projekt Bindeschuh und zur Ausstellung gibt es unter www.bindeschuh.de.

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