Projekt „Fulda Bildet Lebensbegleitend“ (FuBiLe) wird weiter gefördert

02.03.2018

Rund 330.000 Euro stehen bis zum Jahr 2020 für die Förderung wissenschaftlicher Weiterbildung in der Region zur Verfügung.

Das Projekt „Fulda Bildet Lebensbegleitend“ (FuBiLe) wird im Rahmen des Bund-Länder-Wettbewerbs “Aufstieg durch Bildung: Offene Hochschulen“ auch in Zukunft gefördert. Rund 330.000 Euro erhält das Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung (ZWW) an der Hochschule Fulda bis zum Jahr 2020, um Angebote für berufsbegleitendes Studieren zu entwickeln und lebenslanges Lernen in der Region zu fördern. Das Projekt läuft seit August 2014 und wurde in der ersten Förderphase mit rund 610.000 Euro aus dem Bund-Länder-Programm unterstützt.

Fachkräfte in der Region qualifizieren

„Wir wollen neuen Zielgruppen den Zugang zur Hochschulweiterbildung erleichtern und bestehende Zugangshürden abbauen, indem wir neue und flexible Studienwege eröffnen“, beschreibt Projektleiterin Prof. Dr. Sabine Pfeffer das Ziel des Projekts FuBiLe. Zu diesem Zweck will das ZWW erstmals weiterbildende Masterstudiengänge anbieten. Der Region bietet das die Chance, Fachkräfte zu qualifizieren.

Beispielsweise schafft das Projekt Quereinsteigern oder Berufstätigen aus Ausbildungsberufen Einstiegsmöglichkeiten in ein Studium. Mithilfe eines online-basierten Selbsteinschätzungstools soll Weiterbildungsinteressierten zudem die Orientierung erleichtert werden. Diese können ihr Vorwissen und ihre Fähigkeiten auf den Prüfstand stellen und sich gleichzeitig mit Inhalten und Anforderungsniveau einer geplanten Weiterbildung – zunächst im Themenfeld General Management – vertraut machen. Im geplanten Studiengang „Beraten und Leiten“ können Module des Studiengangs einzeln gebucht und belegt werden. So ist es möglich, das Studium der eigenen Zeitplanung anzupassen und den Masterabschluss kumulativ zu erwerben. Auch der Wechsel zwischen Präsenz- und Onlinephasen, in denen von zuhause aus über eine Lernplattform Aufgaben einzeln oder in der Gruppe gelöst werden (Blended Learning), erleichtert es, Weiterbildung bzw. Studium und Berufstätigkeit miteinander zu kombinieren.

Positive Resonanz auf erste Angebote

Das Modul „Kompetenter Umgang mit herausfordernden Gesprächs- und Beratungssituationen“, das Teil des Studiengangs ist, wurde in der ersten Förderphase bereits getestet – und erzielte beste Resonanz: Es gab doppelt so viele Bewerberinnen und Bewerber wie Teilnahmeplätze. 15 Personen schlossen das Modul erfolgreich ab. „Die Teilnehmenden waren sehr zufrieden mit der Praxisorientierung der Weiterbildung und schätzten wert, dass sie eigene Erfahrungen und Probleme aus dem Berufsalltag einbringen, diskutieren und reflektieren konnten, um Lösungsansätze herauszuarbeiten“, bringt Projektmitarbeiterin Madeleine Stubbe die Rückmeldungen auf den Punkt. Die Vielfalt der Erfahrungen und beruflichen Hintergründe sei von den Teilnehmenden als bereichernd empfunden worden. 87 Prozent der Befragten gaben an, dass sie während der Weiterbildung an ihr Vorwissen aus der Praxis anknüpfen konnten.

„Erfreulich ist auch, dass das Thema „Beraten und Leiten“ – anders als erwartet – offenbar nicht nur für Verwaltungsfachkräfte interessant ist, sondern auch für Personen aus der Jugend- und Eingliederungshilfe“, sagt Prof. Dr. Pfeffer. „Das ist eine schöne Bestätigung für unsere bisherige Arbeit.“ Positive Resonanz kam auch von den Lehrenden. Die Zielgruppe sei berufserfahren und hochmotiviert gewesen. Das habe Diskussionen auf hohem Niveau möglich gemacht.

Im Rahmen der Vernetzung mit der Praxis soll die Kooperation mit dem Landkreis Fulda nun ausgebaut werden. Auch mit Pro Arbeit des Kreises Offenbach, dem Kreisjobcenter Main-Kinzig sowie dem Jobcenter München will das Projekt Kooperationen starten.

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