Projektstart für „Campus FreeCity"

25.11.2021

Ganzheitliche Lösung für städtische Verkehrsprobleme: Interdisziplinäres Konsortium untersucht neue intelligente Mobilitätskonzepte.

Das Projekt „Campus FreeCity – Reallabor zur Erforschung einer vernetzten Flotte modularer Roboterfahrzeuge“ beschäftigt sich mit Herausforderungen und Lösungsansätzen des bisher weitgehend unkoordinierten urbanen Verkehrs im Labormaßstab mittels „CityBot“-Fahrzeugen. Das Projekt läuft bis Mai 2024 und wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) im Rahmen des Aktionsplans „Digitalisierung und Künstliche Intelligenz in der Mobilität“ mit rund 11 Millionen Euro gefördert.

Der urbane Verkehr ist geprägt durch eine hohe Verkehrsdichte, Staus, lokale Emissionen und einen hohen Flächenverbrauch. Seine Transportpotenziale werden weder koordiniert noch vollständig ausgenutzt. Das interdisziplinäre Projekt „Campus FreeCity“ erforscht Herausforderungen und Lösungsansätze für die innerstädtischen Verkehrsprobleme mittels zwei „CityBot“-Fahrzeugen, die von der EDAG Engineering GmbH entwickelt und in einem Reallabor implementiert, betrieben und wissenschaftlich analysiert werden. Die Laborentwicklung ermöglicht dabei unter realitätsnahen Bedingungen die Erforschung verschiedener, für zukünftige Mobilitäts- und Logistiksysteme relevante Themen, wie vernetzte, automatisierte Fahrfunktionen, Vernetzung und Datenaustausch, Mensch-Maschine-Kommunikation, Akzeptanz und Vertrauen, integriertes Auftragsmanagement sowie Ermittlung und Realisierung wirtschaftlicher und technischer Optimierungspotentiale im Betrieb.

Beitrag zur Verkehrswende
„Dieses Projekt erforscht ein völlig neuartiges Mobilitäts- und Logistiksystem und leistet so konkrete Beiträge zur Verkehrswende. Langfristig bietet es einen ganzheitlichen, nachhaltigen Ansatz zur Lösung innerstädtischer Verkehrsprobleme“, sagt Michael Kadow, Geschäftsführer der HOLM GmbH. Die HOLM GmbH übernimmt das übergeordnete Projektmanagement und fungiert als inhaltliche und organisatorische Schnittstelle des Konsortiums, das aus acht Partnern aus Industrie und Wissenschaft besteht. Zu den Projektpartnern zählen neben der Hochschule Fulda die EDAG Engineering GmbH, die EintrachtTech GmbH, die T-Systems International GmbH, die COMPREDICT GmbH, die DEKRA Automobil GmbH sowie die Technische Universität Darmstadt.

Die Hochschule Fulda ist verantwortlich für das Supply-Chain-Modelling, die Themen IT-Sicherheit und energieeffiziente Rechnerstrukturen sowie die Entwicklung eines Interaktionskonzeptes zur intuitiven Kommunikation mit dem Fahrzeug.

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