Promotionsrecht für Public Health an der Hochschule Fulda

22.12.2016
Promotionsrecht für die Fachrichtung Public Health

Auch für die Fachrichtung Public Health hat die Hochschule Fulda jetzt das eigenständige Promotionsrecht bekommen.

Das Hessische Wissenschaftsministerium erkennt damit die besondere Forschungsstärke des Bereichs Public Health an. Erstmalig haben die jährlich etwa 50 bis 60 Absolventinnen und Absolventen der Master-Studiengänge Public Health und Public Health Nutrition in Fulda die Möglichkeit, mit einer Promotion zum Doktor in Public Health (Dr. P.H.) die dritte Stufe der akademischen Qualifikation an einer Hochschule für Angewandte Wissenschaften abzuschließen. Auch Externe können nach einer Eignungsprüfung und mit einem relevanten Promotionsvorhaben in Public Health als Doktorandinnen und Doktoranden angenommen werden.

Eine Promotion für Fuldaer Absolventinnen und Absolventen war zwar auch bisher grundsätzlich möglich. „Doch wer in Public Health promovieren wollte, hatte dafür nur wenige Möglichkeiten und musste lange Wege in Kauf nehmen“, sagt Prof. Dr. Beate Blättner, Professorin und Studiendekanin am Fachbereich Pflege und Gesundheit.

Fulda ist nun einer von acht Standorten in Deutschland, der sich in Lehre und Forschung intensiv mit der Wissenschaft und Praxis zur Vermeidung von Krankheiten, zur Verlängerung des Lebens und zur Förderung von physischer und psychischer Gesundheit unter Berücksichtigung einer gerechteren Verteilung und einer effizienten Nutzung vorhandener Ressourcen befasst. „Mit unseren aktiven Forschungsgruppen an der Hochschule und einem nennenswerten Umfang an jährlich eingeworbenen Drittmitteln fühlen wir uns vor allem aufgrund unserer guten Vernetzung in der wissenschaftlichen Community dieser Aufgabe sehr gut gewachsen“, sagt Prof. Dr. Dea Niebuhr, Dekanin des Fachbereichs Pflege und Gesundheit.

Der Bedarf nach hochqualifizierten Expertinnen und Experten in der Fachrichtung Public Health stehe in einem Missverhältnis zu den Möglichkeiten, in Deutschland zu promovieren. Das liegt auch an der unzureichenden Förderung der Forschung in Public Health, die den internationalen Anschluss der deutschen Public Health-Forschung erschwert habe. Für eine Veränderung dieser Situation setzt sich die Deutsche Gesellschaft für Public Health (DGPH) schon seit Jahren aktiv ein. „Mit dem neuen Promotionsstandort ist ein weiterer Schritt in die richtige Richtung gemacht“, sind sich die Dekanin und die Studiendekanin einig.

Im Oktober hatte die Hochschule Fulda als erste Hochschule für Angewandte Wissenschaften bundesweit das Promotionsrecht für die Fachrichtung Sozialwissenschaften bekommen.

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