Sechs Tage Holland, drei verschiedene Städte, eine großartige Erfahrung!

15.07.2016
Wageningen Research Center - Sensory Science Lab
Wageningen Research Center - Sensory Science Lab
Innovation Center Campina
Chainpoint
Florentin Kitchen - Mediterranean specialties
Marqt - Amsterdam
Brandt & Levie, Amsterdam
Guided walk Utrecht

Global Thinking – Local Responsibility: Exkursion des Masterstudiengangs IFBC in die Niederlande

Sechs Tage Holland, drei verschiedene Städte, eine großartige Erfahrung!

Global Thinking – Local Responsibility: Unter diesem Thema organisierten die Universität Kassel und die Hochschule Fulda im Rahmen des Masterstudiengangs 'International Food Business and Consumer Studies' eine Exkursion in die Niederlande, dem größten Exporteur landwirtschaftlicher Produkte in der EU.  Mit Studierenden aus 13 verschiedenen Nationen war die Gruppe bunt gemischt unter Begleitung von Ute Gilles, Helga Keil und Dr. Anna-Lena Kühn. Vom 30. Mai – 04. Juni 2016 bekam die Gruppe einen Einblick in die Arbeit von Partnerinstitutionen, Landwirtschaftsprojekten und in die Lebensmittelindustrie vor Ort.

Die erste Station war das ‚Restaurant of Future‘ des Wageningen Research Centre – einem Forschungsprojekt mit der Universität Wageningen. Wer denkt, er könne hier unbeobachtet essen, liegt falsch. Kameras beobachten z.B., wie Design und Veränderungen von Umgebungsvariablen das Konsumentenverhalten bei der Auswahl des Essens bestimmen. Anschließend gab es eine Führung durch die angegliederten Labore im Bereich Sensory Sciences. Die Studierenden erhielten einen Einblick in weitere Forschungsprojekte.

Am Nachmittag stand der Besuch des Forschungszentrums von Friesland Campina auf dem Plan, eines der größten Milch verarbeitenden Unternehmen weltweit. Nach der Vorstellung des Unternehmens nutzten die Studierenden die Gelegenheit,  dem Senior Innovation Manager kritische Fragen zu stellen.

Am Dienstag besuchte die Gruppe ChainPoint. Das Unternehmen bietet eine online Software-Plattform und macht sich zum Ziel, Softwarelösungen für nachhaltige Beschaffungs- und Wertschöpfungsketten zu schaffen.

Nachmittags besuchte die Gruppe das nach Prof. Louis Bolk (1866 – 1930) benannte Louis Bolk Institut. Das Institut spezialisiert sich auf Forschung im Bereich der biologischen und nachhaltigen Landwirtschaft und arbeitet mit der Niederländischen Regierung, der Europäische Kommission und vielen Farmern zusammen.

Nach zwei Tagen Wageningen ging es weiter nach Amsterdam mit einem ersten Besuch bei  EOSTA.  EOSTA ist ein internationales Großhandelsunternehmen, welches mehr als eintausend biologische und biodynamische Erzeuger in sechs Kontinenten repräsentiert und sich auf den Vertrieb von frischem Bio-Obst und -Gemüse spezialisiert. Mit dem "Trace- & Tell-System“ in Nature & More versuchen sie, Endverbraucher über die sozialen und ökologische „Leistungen“ ihrer Produkte über die gesamte Wertschöpfungskette transparent zu informieren.

Nachmittags besuchte die Gruppe die Produktionsstätte von Florentin Organic Kitchen, einem Bio-Produzenten von mediterranen  Aufstrichen, Snacks und Soßen. Ganz nach ihrem Motto ‚Nothing but pure ingredients‘ verfolgen sie die Mission pures, frisches und leckeres Essen in Bioqualität zu produzieren. Es gab sowohl einen Vortrag über das Unternehmen selbst, als auch eine Führung durch die Produktion.

Donnerstags besuchte die Gruppe einen ganz besonderen Supermarkt. Marqt, eine Supermarktkette, die bisher nur in Holland zu finden ist, steht für “real food“ und verkauft lokale, saisonale und frische Produkte. Die Aufmachung der einzelnen Filialen ist eine ihrer stärksten Marketing Strategien, und nach einer Führung durch das Ladenlokal stellten sich der Marktleiter und die Qualitätsmanagerin der Gruppe in einem ausführlichen Gespräch über zukünftige Herausforderungen und Strategien ihrer nachhaltigen Konzepte.

Am Nachmittag stand Kultur auf dem Programm. Eine Stadtführung gab einen tieferen Einblick in die Geschichte der Stadt. Mit Informationen und witzigen Anekdoten bepackt schlenderte die Gruppe nicht etwa in das nächste Unternehmen, sondern in Amsterdam umher – Freizeit war angesagt!

Auf dem Freitagsprogramm, der letzte Tag in Amsterdam, stand Wurst und Bier. Am Vormittag besuchte die Gruppe das noch junge fleischverarbeitenden Unternehmen Brandt& Levie, die sich bei Ihren Produkten dem Gedanke des „Slow Food“ verschrieben haben und ausschließlich mit regionalen Erzeugern zusammen arbeiten, die alte Schweinerassen züchten und verarbeiten. Der Nachmittag schloss ab mit einer Führung in einer der bekanntesten Brauereien Amsterdams, der Brouwerij t IJ. Die Bierverkostung war in der Führung nicht enthalten, dennoch hielt das die Gruppe nicht davon ab, die hoch angepriesenen Biere zu probieren. Für viele stand am Ende fest, dass das deutsche Pils das Beste ist.

Auf der Rückreise nach Deutschland gab es noch ein städtisches Highlight: Bei einem Stop-over in Utrecht genoss die Gruppe den letzten Tag in einer der schönsten Städte Hollands.

Bericht: Claire Holch | Fotos: Claire Holch, Dr. Anna-Lena Kühn, Helga Keil

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