Sparkassenpreis 2018 geht an zwei Bachelorabsolventinnen

10.12.2018
Von links: Prof. Dr. Matthias Klemm, Siglinde Peetz, Marie Kupjetz, Prof. Dr. Rainer Wolf, Richard Hartwig (Vorstandsreferent der Sparkasse Fulda). Foto: Hochschule Fulda/Robert Groß

Siglinde Peetz und Marie Kupjetz haben für ihre Bachelorarbeiten in den Fachgebieten Sozialwissenschaften und Physiotherapie den diesjährigen Förderpreis der Sparkasse Fulda erhalten.

Der mit 500 Euro dotierte Preis wird jährlich verliehen und zeichnet herausragende wissenschaftliche Leistungen von Bachelor- oder Masterabsolventinnen und -absolventen der Hochschule Fulda aus.

Siglinde Peetz lieferte mit ihrer Arbeit einen Beitrag, den Umgang junger Menschen mit den sozialen Medien besser zu verstehen. Die 24-jährige Absolventin des Studiengangs Sozialwissenschaften mit Schwerpunkt interkulturelle Beziehungen untersuchte, inwieweit die Generation der „digital natives“ gemeinsame Regeln für das Miteinander in Facebook, Instagram oder Whatsapp entwickelt. Hintergrund: Wenn öffentlich über die Auswirkungen der sozialen Medien auf die „digital natives“ diskutiert wird, dann sind vor allem kritische Stimmen der älteren Generationen zu hören, die den sozialen Medien eine negative Wirkung auf die Entwicklung junger Menschen zuschreiben.

Diese Sicht von außen lässt die Normen und Moralvorstellungen der jungen Menschen außer Acht, argumentierte Siglinde Peetz. Sie arbeitete heraus, dass die Jugendlichen sehr wohl ein gemeinsames Selbstverständnis, Normen und Moralvorstellungen in der Welt der neuen Medien entwickeln. Ihre intensive Nutzung der sozialen Medien werde von einem ebenso intensiven Verständigungs- und Reflexionsprozess über richtiges „liken“, über Freundschaftsbeziehungen und angemessenes Online-Verhalten begleitet.

Ergometrisches Training bei Parkinson
Marie Kupjetz beschäftigte sich in ihrer Arbeit mit dem Potenzial von ergometrischem Training für die Behandlung von Parkinson-Patientinnen und -Patienten. Sie fragte: Kann eine solche Intervention bei Patientinnen und Patienten mit mildem bis moderatem Parkinson-Syndrom-Schweregrad Veränderungen im Zentralnervensystem herbeiführen? Kann ergometrisches Training damit nicht nur rein symptomatisch wirken, sondern in die Kausalmechanismen der Krankheit eingreifen, also die Hirnaktivität verändern? Und welche Form der ergometrischen Bewegung ist wirksamer: die Laufband- oder die Fahrradergometrie?

Die 22-jährige Absolventin des Studiengangs Physiotherapie wertete dazu die vorhandenen Studien kritisch aus und zeigte: Alle Studien, obwohl sehr unterschiedlich angelegt, belegen eine Stimulation der Hirnaktivität durch ergometrische Interventionen. Demnach könnten physiotherapeutische Interventionen in Zukunft möglicherweise ein vergleichbares Potential in ihrer Wirkung erzielen wie Medikamente.

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