Stellungnahme der Hochschulleitung

19.01.2017

zur Berichterstattung der BILD über die Häufung von Krebsfällen in einem Gebäude der Hochschule Fulda

Die BILD hat berichtet, dass in Gebäude 31 acht Beschäftigte an Krebs erkrankt sind.
 
Die Hochschulleitung nimmt dazu folgendermaßen Stellung:

Es ist bedauerlicherweise richtig, dass in Gebäude 31 im Fachbereich Pflege und Gesundheit in einem Zeitraum von über sechs Jahren acht Beschäftigte an Krebs erkrankt sind. Es wurden bereits Maßnahmen eingeleitet, um festzustellen, ob es zwischen den acht Fällen ursächliche Zusammenhänge gibt. Dazu wurden unter anderem die Unfallkasse Hessen und der zuständige Betriebsarzt eingeschaltet. Da es sich um ganz unterschiedliche Krebsarten mit unterschiedlichen Risikoprofilen handelt, ergaben sich für die Experten keine Anhaltspunkte auf einen Zusammenhang der Fälle.

Das Gebäude wurde zwischen 2005  bis 2007 mit zwei anderen baugleichen Gebäuden grundsaniert. Da in allen drei Gebäuden dieselben Materialien von denselben Firmen verbaut wurden, gibt es derzeit keine Hinweise auf gesundheitsschädigende Faktoren, die durch die Baumaßnahmen verursacht sein könnten.

Auch dem geäußerten Verdacht, dass möglicherweise elektromagnetische Felder eine Ursache sein könnten, sind wir nachgegangen. Die Recherche hat auch hier ergeben, dass nach derzeitigem Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse keine ursächlichen Zusammenhänge bekannt sind.

Auf Basis dieser Befunde konnte bislang keiner der hinzugezogenen Experten einen ursächlichen Zusammenhang mit der Arbeitsumgebung herstellen und dementsprechend auch keine konkrete Handlungsempfehlung geben. Aus diesem Grund haben wir auch keinen Anlass gesehen, das Gebäude oder die Etage zu räumen.

Selbstverständlich haben wir als Hochschulleitung höchstes Interesse an einer Klärung der äußerst komplexen und belastenden Situation. Daher möchten wir alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten ausschöpfen und arbeiten intensiv an einer weiteren Bewertung möglicher Ursachen. Zurzeit wird ein Fachinstitut gesucht, das weitere einschlägige Untersuchungen vornehmen kann.

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