Studienteilnehmer*innen gesucht

23.12.2020

Langzeitstudie untersucht die Auswirkungen der Pandemie auf unser Denken und Befinden / Nächste Erhebungsphase startet

Wie sich die Coronavirus-Pandemie und der Umgang damit auf unser Verhalten und unsere Stimmung auswirkt, erforscht schon seit April eine Gruppe von Psycholog*innen der Hochschule Fulda, der Goethe-Universität Frankfurt und des Universitätsklinikums Frankfurt. Ziel der in mehreren Ländern laufenden Untersuchung ist es, Einblick zu gewinnen in die Auswirkungen und Belastungen für verschiedene Personengruppen und in die unterschiedlichen Umgangsweisen damit. Die Wissenschaftler*innen wollen besser verstehen, wie sich die aktuelle globale Krise auf unser Denken, unser Befinden und unser Handeln auswirkt, um so möglicherweise Unterstützungsmaßnahmen – im Kleinen, wie im Großen – effizienter planen und umsetzen zu können. Das Besondere an der Untersuchung ist, dass sie die Entwicklungen im Langzeitverlauf betrachtet und auch die Veränderung des Erlebens und Verhaltens in den Blick nimmt.

In einer für viele Menschen sehr herausfordernden Situation startet nun eine weitere Erhebungsphase der Studie, an der sich alle Interessierten beteiligen können. „Die Weihnachtszeit stellt unsere Gelassenheit im Umgang mit den Beschränkungen auf eine harte Probe“, sagt Professor Dr. Uli Sann. „Durch den unterschiedlichen Umgang mit der Pandemie ergeben sich zahlreiche Konflikte bis tief in manche Familien hinein.“ Kaum habe die Nachricht, von einem wirkungsvollen Impfstoff ein Ende des Schreckens in Aussicht gestellt, sorge die Mutation des Virus dafür, dass erst einmal wieder vieles unklar sei. „Immer, wenn die Hoffnung auf eine Verbesserung eine Enttäuschung erfährt, erlebt das menschliche Gehirn ähnliches wie einen realen Verlust“, erläutert Professor Sann von der Hochschule Fulda. Verlust, ob real, drohend oder auch nur vermutet, sei für unsere Psyche besonders unangenehm. Daher unternähmen Menschen einiges, um sich dieses unangenehmen Empfindens wieder zu entledigen. „Es gibt viele Strategien – erfolgversprechende und weniger erfolgversprechende, die hier genutzt werden. All das hat möglicherweise wiederum Folgen für unser Wohlbefinden und unseren Umgang mit anderen."

Die Online-Befragung „Leben mit der Pandemie“ liegt auf Deutsch und Englisch vor und besteht aus einer Reihe von Befragungen im Abstand mehrerer Wochen. Der Link zur Teilnahme an der Studie lautet:  http://thecoronastudy.org

Verantwortliche Projektleiter*innen der aktuellen Studie sind Professor Dr. Uli Sann, Hochschule Fulda und Dr. Emily Frankenberg, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Universitätsklinikum der Goethe-Universität.

Kontakt:
Professor Dr. Uli Sann,
Hochschule Fulda, Leipziger, Str. 123, 36037 Fulda,
E-Mail: thecoronastudy@hs-fulda.de

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