Unterwegs im Hackerspace

17.01.2017
Foto: events.ccc.de

Mitglieder des Fachbereichs unternahmen Exkursion zum 33. Chaos Computer Congress in Hamburg.

„Works for me“ – so der Titel des 33. Chaos Computer Congress (CCC). Ob als Anspielung auf eine neue Form der Arbeitshaltung gemeint, die die eigenen Interessen in den Vordergrund  oder als Allegorie für die immer weiterwachsende Zahl an Robotern, Bots und Algorithmen, die für Programmierer arbeiten. Es war ein Titel, der gleich zu Beginn zum Nachdenken anregte und eine vielversprechende Veranstaltung versprach. Der Congress der deutschen und internationalen Hackergemeinde des Chaos Computer Clubs bot auch 2016 wieder viel zu entdecken.

In einer viertägigen Exkursion besuchten Prof. Dr. Bühler und 15 Studierende des Fachbereichs den CCC. Wie bereits in den vergangenen Jahren fand der CCC im Congress Center Hamburg statt. Am helllichten Tage eher unscheinbar und grau, wurde aus dem Gebäude in den Abend- und Nachtstunden durch eine aufregende Beleuchtung eine blau-rot erleuchtete Erscheinung.

Das Herzstück des Gebäudes und des Geschehens bildete der sogenannte Hackerspace. Hier hatten auch dieses Mal Hunderte leidenschaftliche Hacker und Programmierer die Möglichkeit, das eigene Können zu erweitern oder anzuwenden. In dem Raum, der nur durch Laptop-Bildschirme erleuchtet schien und in dem niemand sagen konnte, ob es draußen gerade drei Uhr früh oder nachmittags ist, testeten auch einige unserer Studenten des Fachbereiches Angewandte Informatik ihr Können oder versuchten neue Programmiersprachen zu lernen.

Neben den ganz praktischen Ausprobiermöglichkeiten, kam auch die Theorie zur digitalen Sprache und Gesellschaft nicht zu kurz: In zahlreichen Vorträgen zu Hacks, Themen der Digitalen Gesellschaft, Datenschutz oder der Erforschung des Mondes wurde den Congress-Besuchern einiges vermittelt. 

Jedoch drehten sich die Vorträge nicht nur um Themen der Informationstechnik und des Codings:

So wie das Jahr 2016 ein sehr politisch und gesellschaftlich aufwühlendes Jahr war, so gingen diese Themen auch am Congress nicht unerwähnt vorüber. Insbesondere wurde sich mit dem „Durchmarsch von Rechts“ oder auch der möglicherweise gehackten US-Wahl beschäftigt.

Interessant war es zu sehen, wie sich die Nische der Hackerkultur auf das Weltgeschehen zu bewegt und wie sich gleichzeitig das Weltgeschehen auf das Hacken und Programmieren zu bewegt: Politiker fragen Hacker um Rat, Themen wie Manipulation von Daten, Datenschutz und IT-Sicherheit werden zu zentralen Themen der Politik. Das konnte eventuell auch den Studenten einen anderen Blickwinkel auf ihre Studiengänge und deren aktuelle Relevanz liefern.

Neben dem Hackerspace und den Vorträgen gab es noch Allerlei andere spannende Themen der Hackerkultur wie beispielsweise 3D-Druck Workshops, Lockpicking-Training und Nerd-Gadgets zu entdecken.

An einem Abend der Exkursion fanden sich die Studierenden und Prof. Dr. Bühler zu einem Abendessen im Achterbahnrestaurant Schwerelos in Hamburg-Harburg wieder. Das Besondere lässt schon der Name vermuten: Das Essen wird nicht von Kellner*innen serviert, sondern über ein Achterbahngestell in kleinen Töpfen an die Tische geschickt. Das machte das Essen zu einem besonderen Erlebnis.

Viele der Studentinnen und Studenten waren nach Abschluss der Fahrt begeistert und fest entschlossen, auch nächstes Jahr wieder teilzunehmen.

 

Foto: events.ccc.de

Kontakt

Prof. Dr.

Ulrich Bühler

Angewandte Mathematik, Kryptografie, IT-Sicherheit

Gebäude 46 , Raum 325
Prof. Dr.Ulrich Bühler+49 661 9640-3101
Sprechzeiten
In der vorlesungsfreien Zeit nach Vereinbarung per E-Mail oder siehe Aushang in moodle.
zurück