Wohl.fühlen – Gewaltprävention und sexuelle Selbstbestimmung in (teil)stationären Pflegeeinrichtungen

09.12.2019

Quelle: LVG & AfS Nds. e.V.

Tagung in Hannover informiert über neues Projekt

Einrichtungen (teil)stationärer Pflege können im Rahmen des Präventionsgesetzes §5 SGB XI eine Förderung von Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und Prävention für Bewohnerinnen und Bewohner beantragen. Dabei werden zu sensiblen und tabubehafteten Themen wie Gewaltprävention und sexuelle Selbstbestimmung Bedarfe zwar wahrgenommen und als relevant benannt, in der Umsetzung nehmen allerdings bewegungsfördernde Programme oder Intervention zur Stärkung kognitiver Ressourcen einen wesentlich größeren Anteil ein.


Genau hier setzt das dreijährige, von der BARMER Niedersachsen/Bremen geförderte Projekt Wohl.fühlen an. Sechs Einrichtungen werden von der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e.V. und pro familia Niedersachsen e.V. darin unterstützt, partizipativ mit Bewohnerinnen und Bewohnern bzw. Tagesgästen, deren An-/Zugehörigen und dem Team der Einrichtungen aus allen Berufsgruppen gesundheitsfördernde und präventive Maßnahmen zur sexuellen Selbstbestimmung und Gewaltprävention zu entwickeln und umzusetzen. „Es geht im Projekt Wohl.fühlen darum, die Themen Gewalt in der Pflege sowie Sexualität, Intimität und Liebe besprechbar zu machen und die gemeinsam entwickelten Maßnahmen nachhaltig in den Strukturen der Einrichtung zu verankern“ fasst Prof. Dr. Nina Fleischmann die Projektziele zusammen. Auf einer Fachveranstaltung am 29.11.2019 in Hannover haben sich Einrichtungen und Akteure des Gesundheitswesens zum Projekt informiert und sich ausgetauscht.


Am Fachbereich Pflege und Gesundheit ist die Evaluation dieses Projektvorhabens verortet. Ziel ist es, aus der Perspektive der beteiligten Akteure fördernde und hemmende Faktoren auf die Implementierung und zu erwartende Barrieren bei der Verstetigung der Maßnahmen zu identifizieren sowie Empfehlungen zu Prozesswirkungen und erzielten Fortschritten abzuleiten.

Details zum Projekt finden Sie hier.

Kontakt

Prof. Dr.

Nina Fleischmann

Gebäude 31, Raum 122
Prof. Dr.Nina Fleischmann+49 661 9640-622
Sprechzeiten
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