„Die Welt dreht sich immer schneller"

09.03.2017

Alexander Süssemilch arbeitet in der Automobil-Industrie. Sein Schwerpunkt ist das „vernetzte Fahrzeug“. Foto: privat

Absolvent des Fachbereichs Elektrotechnik und Informationstechnik entwickelt hochautomatisiertes Parksystem für Automobil-Industrie.

Die Arbeit von Alexander Süssemilch lässt sich mit „High-Tech“ recht treffend beschreiben. Gleichzeitig geht es dabei um ein alltägliches Problem: in der Stadt einen Platz im Parkhaus zu finden.

Sein Arbeitgeber trive.me hat sich die „Digitale Transformation des Automobils“ auf die Fahnen geschrieben. trive.me ist eine Innovationsabteilung des Automobilzulieferers EDAG Engineering GmbH, die eigene Produkte entwickelt.

Süssemilch ist für den Parkplatzassistenten „trive.park“ verantwortlich. Mit seinem Team entwickelt er die notwendigen Voraussetzungen dafür, dass Autos in Zukunft hochautomatisiert - also komplett fahrerlos - in Parkhäusern einparken können. Dafür kümmert er sich um die Digitalisierung der Schritte, die dafür nötig sind.
Dazu gehören: ein Parkhaus mit freien Plätzen finden, die Schranke öffnen, bezahlen sowie die Route zum freien Stellplatz berechnen.

"Gelungener Mix aus BWL und Technik"
Sein Studium an der Hochschule Fulda hat den 26-Jährigen gut auf diese Aufgaben vorbereitet. „Das lag vor allem an dem gelungenen Mix aus BWL und Technik“, sagt Süssemilch. Dazu kamen die praktischen Projektarbeiten, die im Rahmen des Studiengangs „Wirtschaftsingenieurwesen“ (Fachrichtung Automation und Robotik) anstanden.

„Mir war immer klar, dass ich in einem innovativen Bereich arbeiten möchte“, erklärt der gebürtige Fuldaer seinen Werdegang. Passend dazu schrieb er 2013 seine Bachelor-Arbeit bei Daimler in Stuttgart. Den Kontakt hatte Prof. Dr. Steven Lambeck hergestellt. Er ist Vize-Präsident der Hochschule und lehrt am Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik. Durch die Arbeit beim Autobauer lernte Süssemilch den Bereich Elektromobilität kennen. Über einen Dozenten der Hochschule knüpfte er erste Kontakte zur EDAG. Dort verfasste er später seine Masterarbeit - und blieb anschließend dort.

Wie seine Arbeit in zehn Jahren aussehen wird, weiß Süssemilch nicht. „Mein Ziel ist, dass die Produkte, die wir seit 2016 entwickeln, sich bis dahin als Standard am Markt etabliert haben.“ Eins ist für ihn aber sicher: „Die Welt dreht sich im Bereich der digitalen Transformation immer schneller. Die ständige Veränderung und Anpassung wird in Zukunft der Normalfall sein.“

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