Erste Absolventin der Gesundheitstechnik

14.08.2019

Absolventin Larissa Ostrowski (rechts) mit Prof. Dr. Martine Herpers (links), Leiterin des Studiengangs Gesundheitstechnik. Foto: Hochschule Fulda

Larissa Ostrowski ist die erste Absolventin des Bachelorstudiengangs Gesundheitstechnik (B.Sc.) an der Hochschule Fulda.

Der interdisziplinäre Studiengang vermittelt Inhalte aus den Fachbereichen Angewandte Informatik, Elektrotechnik und Informationstechnik sowie Pflege und Gesundheit. Dies ist einmalig in ganz Deutschland. Im Fokus steht die Entwicklung von Technik, die gesundheitsförderlich eingesetzt werden kann.

Bezug zu Technik und Gesundheit
Hauptsächlich aus diesem Grund hat sich Larissa Ostrowski für das Studium der Gesundheitstechnik (B.Sc.) entschieden: „Es hat einen Bezug zu Technik und zu Gesundheit“, sagt die gebürtige Fuldaerin. „Schon während ich mein Abitur gemacht habe – unter anderem im Leistungskurs Biologie – habe ich mich für das Thema Gesundheit interessiert. Zuvor in der Mittelstufe hatte ich einen freiwilligen Informatik-Kurs belegt.“ Als sie dann am Hochschulinformationstag (HIT) 2015 den Vortrag zur Vorstellung der Gesundheitstechnik hörte, war ihre Entscheidung gefallen. „Der Studiengang war neu und beinhaltete beide Richtungen, die mich interessierten.“

Die ersten vier Studiensemester hat Larissa Ostrowski als thematisch sehr ausgeglichen zwischen den drei Disziplinen empfunden. Ab dem fünften Semester entscheiden sich die Studierenden für eine von drei wählbaren Vertiefungsrichtungen. Für Larissa Ostrowski war es das Gesundheitsmanagement. Hier geht es darum, die Entwicklung und den Vertrieb von technischen Lösungen im Gesundheitswesen kennenzulernen. Marketing, Personalmanagement, organisatorische und qualitative Aspekte spielen ebenso eine wichtige Rolle.

Schnittstelle zwischen Ärzten und Entwicklern
Ihr 12-wöchiges Praktikum konnte Larissa Ostrowski genau in diesem Bereich absolvieren. Das Bamberger Unternehmen „medatixx“ ist auf die Entwicklung von Software für Arztpraxen spezialisiert. „Eine meiner Hauptaufgaben während dieses Praktikums war es, im Bereich des Produktmanagements zwischen Ärzten und Entwicklern zu vermitteln“, berichtet die Absolventin. „In den Gesprächen bzw. Interviews mit den Ärzten ging es darum, die Wünsche der Benutzer für die Software aufzunehmen und auszuwerten. Auf der anderen Seite galt es dann, diese Anforderungen in Zusammenarbeit mit den Entwicklern so zu formulieren, dass sie technisch umgesetzt werden konnten.“

„Gesundheitstechnik ist ein boomender Markt, der seine eigenen Regeln hat", sagt Prof. Dr. Martine Herpers, Studiengangsleiterin von Gesundheitstechnik. "Evidenzbasiertes Vorgehen, also auf Grundlage der besten zur Verfügung stehenden Daten bzw. Wissensquellen, wird für Produkte im Gesundheits- und Medizinbereich vorausgesetzt. Im Studiengang Gesundheitstechnik wird darauf viel Wert gelegt.“

Als besonders interessant empfand Larissa Ostrowski, dass ein solches Software-Produkt im Grunde eine Schnittstelle zwischen Gesundheit und Technik darstellt und man verschiedene Sprachen sprechen muss, um beide Seiten zusammenzubringen: „Es ist wichtig, Hintergrundwissen über das Gesundheitswesen zu besitzen, aber man muss auch die technische Seite verstehen, um in diesem Bereich arbeiten zu können. Beides wurde im Studium vermittelt, vor allem auch durch tolle praxisbezogene Projekte und eine gute persönliche Betreuung.“

Weitere Informationen zum Studiengang Gesundheitstechnik

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