Fachbereich Pflege und Gesundheit feierte 25-jähriges Jubiläum

28.06.2019

Hielt den Festvortrag: Dr. Rüdiger Krech, Director Universal Health Coverage and Health Systems, World Health Organization (WHO). Fotos: Nicole Dietzel/Hochschule Fulda

Staatssekretärin Anne Janz aus dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration richtete ein Grußwort an die Gäste.

Viele Ehemalige sowie Vertreterinnen und Vertreter von Partnereinrichtungen waren gekommen, um gemeinsam mit dem Fachbereich Pflege und Gesundheit zu feiern.

Mehr als 200 Gäste kamen zur Festveranstaltung auf den Campus.

Mit einem feierlichen Festakt hat der Fachbereich Pflege und Gesundheit (PG) sein 25-jähriges Jubiläum begangen. Mehr als 200 Gäste aus Politik und Gesundheitswesen, darunter zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter von kooperierenden regionalen Praxiseinrichtungen, und viele Ehemalige waren am Dienstag dieser Woche der Einladung auf den Fuldaer Hochschulcampus gefolgt. Auch Gründungsdekan Prof. Dr. Heinrich Bollinger war unter den Gästen.

Thematisch ging es keineswegs nur um einen Blick in die Historie. Vielmehr standen die gegenwärtigen Entwicklungen und Diskussionen rund um die Akademisierung der Gesundheitsberufe im Fokus. Ein Thema, das – so zeigte sich – auch schon vor einem Vierteljahrhundert aktuell war. Denn die Gründung des Fachbereichs erfolgte 1994 mit dem Ziel der Akademisierung der Gesundheitsberufe.

37 Studierende zählte der damals einzige Studiengang „Pflege", der mit dem Diplom abschloss. Nach der Bologna-Reform startete 2004 der Masterstudiengang Public Health. Bis heute hat der Fachbereich Pflege und Gesundheit ein umfassendes Studien- und Forschungsprofil entlang aller Säulen und Handlungsfelder des Gesundheitswesens aufgebaut mit derzeit 14 laufenden Studiengängen. 2012 richtete er den dualen Bachelorstudiengang Hebammenkunde ein. Als erster Gesundheitsberuf wird die Hebammenkunde im kommenden Jahr vollständig akademisiert werden.

2016 erhielt die forschungsstarke Fachrichtung Public Health dann das eigenständige Promotionsrecht. Mit mehr als 90 Mitarbeitenden und zahlreichen Forschungsprojekten ist der Fachbereich Pflege und Gesundheit heute eine tragende Säule der Hochschule.

„Gesundheit ist eine politische Entscheidung”
Höhepunkt der Veranstaltung war der Festvortrag von Dr. Rüdiger Krech von der Weltgesundheitsorganisation (WHO). „Gesundheit ist global, und sie ist eine politische Entscheidung“, lautete seine Kernbotschaft. Da wir immer schneller von einem Ort zum anderen reisten, könnten sich auch Krankheiten immer rascher ausbreiten. Die Qualität des Gesundheitssystems eines Landes sei damit weit über die Landesgrenzen hinaus von Bedeutung. Aber auch die chronischen Erkrankungen würden in den kommenden Jahren zu einem großen Problem werden. Noch gingen viele davon aus, dass sie ein rein gesundheitliches Problem seien. Doch ohne Entscheidungen auf höchster politischer Ebene sei keine Lösung möglich.

Die Veranstaltung schloss mit einer von Hermann Diel (Hessischer Rundfunk) moderierten Talkrunde zur Zukunft der Gesundheitsberufe. Hier bekräftigten Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Praxis die zuvor entwickelten Positionen. Danach gab es ausreichend Möglichkeit zum Netzwerken und Feiern.

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