Fuldaer Hochschulpräsident ist „Hochschulmanager des Jahres”

06.12.2018

Preisverleihung im Rahmen des Presidents' Dinner am Donnerstag (5.12.) in Berlin. Foto: privat

Prof. Dr. Karim Khakzar ist für seine herausragende Führungsleistung bei der Weiterentwicklung der Hochschule Fulda ausgezeichnet worden.

Prof. Dr. Karim Khakzar, Präsident der Hochschule Fulda, ist „Hochschulmanager des Jahres 2018“. Eine fachkundige Jury, der auch die ehemalige Bundesbildungsministerin, Prof. Dr. Johanna Wanka, sowie die Präsidentin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), Prof. Dr. Margret Wintermantel, angehörten, wählte den 58-jährigen Elektrotechniker aus sechs nominierten Finalisten für den Titel aus. Die vom CHE Centrum für Hochschulentwicklung und der Wochenzeitung DIE ZEIT jährliche verliehene Auszeichnung ehrt Hochschulmanagerinnen und -manager, die mit außergewöhnlicher Führungsleistung die Entwicklung ihrer Hochschule geprägt und innovative Veränderungsprozesse initiiert haben.

Khakzar leitet die Hochschule Fulda seit Dezember 2008. Seit August 2016 ist er Sprecher der Mitgliedergruppe der Fachhochschulen bzw. Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und HRK-Vizepräsident. Bereits im vergangenen Jahr stand er im Finale des Wettbewerbs. 2013 war er erstmals für den Titel nominiert.

Auszeichnung für die ganze Hochschule
„Es ist eine große Ehre, aus einem Kreis so renommierter Persönlichkeiten ausgewählt zu werden“, freut sich Khakzar. „Auch wenn der Preis persönlich adressiert ist: Im Grunde ist es eine Auszeichnung für die ganze Hochschule und ihre Mitglieder. Die Entwicklung unserer Hochschule in den vergangenen zehn Jahren stellt eine große Mannschaftsleistung dar“. Eine Person an der Spitze allein könne eine solche Entwicklung nicht bewerkstelligen. „Ich werde von meinem Präsidium großartig unterstützt und konnte stets auf eine sehr gute, vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit mit allen Akteuren in den Fachbereichen, in den Gremien und in der Verwaltung bauen“, betont er.

Khakzar habe die Hochschule in einer schwierigen Situation übernommen und auf Kurs gebracht, heißt es in der Jury-Begründung. „Mir ist wichtig, dass die Vernetzung innerhalb der Hochschule funktioniert“, erklärt der Fuldaer Hochschulpräsident und gibt einen Einblick, wie das gelungen ist: „Wir haben beispielsweise interdisziplinäre Studiengänge entwickelt, in die mehrere Fachbereiche involviert sind, und so den Vernetzungsgedanken gefördert.“ In der Forschung hätten fachbereichsübergreifende wissenschaftliche Zentren für gemeinsam erarbeitet Schwerpunktthemen die verschiedenen Fachdisziplinen zusammengebracht.

Diplomatisch und vermittelnd
Die Jury überzeugte diese konsequente Förderung interdisziplinärer Schwerpunkte. Sie stellt heraus: Khakzar „ist ein Diplomat, der auch in schwierigen Situationen ruhig und besonnen bleibt und zwischen unterschiedlichen Positionen vermitteln kann.“ Das Promotionsrecht für forschungsstarke Fachgebiete, das die Hochschule Fulda 2017 als bundesweit erste Hochschule für Angewandte Wissenschaften erhalten hat, zeige zudem, dass Khakzar auch bei hochschulpolitischen Veränderungen vorneweg gehe. „Wir haben die Forschung gezielt und strategisch ausgebaut. Das gipfelte schließlich in der Frage des eigenständigen Promotionsrechts“, erläutert Khakzar. 

Ebenso würdigt die Jury, dass unter seiner Federführung erfolgreich Fördermittel im Rahmen des Bund-Länder-Programms „Innovative Hochschule“ eingeworben wurden. Das aus diesen Mitteln geförderte Projekt Regionales Innovationszentrum für Gesundheit und Lebensqualität (RIGL)-Fulda bindet alle acht Fachbereiche der Hochschule und rund 70 regionale Praxispartner ein und verfolgt das Ziel, Ideen, Wissen und Technologien in den Bereichen Gesundheitsförderung, Ernährung, Lebensqualität und soziale Nachhaltigkeit in die Region zu transferieren. „Es ist bereits ein beachtliches regionales Netzwerk durch dieses herausragende Projekt entstanden“, betont Khakzar.

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