Krebsfälle in Gebäude 31: Infoveranstaltung für Studierende und Beschäftigte

20.01.2017



Anlässlich von Meldungen in unterschiedlichen Medien laden die Hochschul- und Fachbereichsleitung Studierende und Beschäftigte am 30. Januar 2017 um 14 Uhr in die Halle 8 zu einer Informationsveranstaltung zur Situation im Fachbereich Pflege und Gesundheit ein. Prof. Dr. Gamze Güzel-Freudenstein und Prof. Dr. Henny Annette Grewe werden die medizinischen Fakten und Hintergründe erläutern (Entstehung von Krebs, Krebsarten und Latenzzeiten sowie arbeits- und umweltmedizinisch-toxikologische Unterschiede, Expositionen vor allem in Innenräumen: Grenzwerte, Richtwerte, humanes Biomonitoring und arbeitsmedizinische Vorsorge). Beide Professorinnen werden zudem gemeinsam mit einer Vertreterin der Unfallkasse, dem Betriebsarzt sowie der an der Hochschule Fulda tätigen Fachkraft für Arbeitssicherheit ihre Fragen beantworten.

Wann: 30. Januar 2017, 14 Uhr
Wo: Halle 8

Stellungnahme der Hochschulleitung zur aktuellen Berichterstattung

19.01.2017



Die BILD hat berichtet, dass sich in einem Gebäude der Hochschule Fulda Krebsfälle häufen. Die Hochschulleitung nimmt dazu Stellung.

"Es ist bedauerlicherweise richtig, dass in Gebäude 31 im Fachbereich Pflege und Gesundheit in einem Zeitraum von über sechs Jahren acht Beschäftigte an Krebs erkrankt sind. Es wurden bereits Maßnahmen eingeleitet, um festzustellen, ob es zwischen den acht Fällen ursächliche Zusammenhänge gibt. Dazu wurden unter anderem die Unfallkasse Hessen und der zuständige Betriebsarzt eingeschaltet. Da es sich um ganz unterschiedliche Krebsarten mit unterschiedlichen Risikoprofilen handelt, ergaben sich für die Experten keine Anhaltspunkte auf einen Zusammenhang der Fälle.

Das Gebäude wurde zwischen 2005  bis 2007 mit zwei anderen baugleichen Gebäuden grundsaniert. Da in allen drei Gebäuden dieselben Materialien von denselben Firmen verbaut wurden, gibt es derzeit keine Hinweise auf gesundheitsschädigende Faktoren, die durch die Baumaßnahmen verursacht sein könnten.

Auch dem geäußerten Verdacht, dass möglicherweise elektromagnetische Felder eine Ursache sein könnten, sind wir nachgegangen. Die Recherche hat auch hier ergeben, dass nach derzeitigem Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse keine ursächlichen Zusammenhänge bekannt sind.

Auf Basis dieser Befunde konnte bislang keiner der hinzugezogenen Experten einen ursächlichen Zusammenhang mit der Arbeitsumgebung herstellen und dementsprechend auch keine konkrete Handlungsempfehlung geben. Aus diesem Grund haben wir auch keinen Anlass gesehen, das Gebäude oder die Etage zu räumen.

Selbstverständlich haben wir als Hochschulleitung höchstes Interesse an einer Klärung der äußerst komplexen und belastenden Situation. Daher möchten wir alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten ausschöpfen und arbeiten intensiv an einer weiteren Bewertung möglicher Ursachen. Zurzeit wird ein Fachinstitut gesucht, das weitere einschlägige Untersuchungen vornehmen kann."