Projekt "Bindeschuh"

Kunst von Menschen mit kognitivem Handicap

In der Hochschul- und Landesbibliothek auf dem Campus sind in einer Dauerausstellung rund 70 Kunstwerke von 19 Künstlerinnen und Künstlern zu sehen.

Der Titel der Ausstellung „BIB v2.0“ weist darauf hin: Zum zweiten Mal hatten Künstlerinnen und Künstler des Projekts „Bindeschuh“ (Leitung: Prof. Dr. Andrea Hilgers) Gelegenheit, ihre Werke in den Räumen der  Hochschulbibliothek auszustellen. „Bindeschuh“ ist ein integrativ-inklusives Kunst- und Kulturprojekt am Fachbereich Sozialwesen der Hochschule Fulda, in dem Menschen mit und ohne kognitives Handicap gemeinsam künstlerisch tätig werden. Seit 1992 werden neben traditionellen Medien auch Computer und Tablets als Ausdrucksmittel benutzt. Für die Erschließung der  Möglichkeiten, die die digitale Bildgestaltung für das künstlerische Schaffen von Menschen mit Handicap bietet, wurde das Projekt 1997 von der UNESCO geehrt. Auch mit dem „Lothar-Späth-Preis“ und dem Künstlerpreis der Aktion Kunst Stiftung Nordrhein-Westfalen wurden Projektmitglieder bereits ausgezeichnet.

Die Dauerausstellung ist während der Öffnungszeiten der Bibliothek (Montag bis Freitag von 8.00 – 21.00 Uhr, Samstag von 10.00 – 17.30 Uhr) am Bibliotheksstandort Hochschule, Leipziger Straße 123 zu sehen.

Weitere Informationen zum Projekt: www.bindeschuh.de

Wie kam es zu dem Namen „Bindeschuh“?

Prof. Dr. Gert Gekeler, der Gründer des Projekts: „Der geht auf einen mehrfach behinderten Künstler zurück, der immer "binde Schuh" rief, bevor er sich auf die Schuhbänder von Studierenden und Professoren stürzte, um diese zu öffnen.“ Die Studierenden hätten dann den Namen "Bindeschuh" für das Projekt vorgeschlagen, um zu betonen, dass das soziale Ereignis eine wichtige Rolle spiele. Der inzwischen pensionierte Gekeler hatte „Bindeschuh“ 1992 gemeinsam mit der Lebenshilfe Fulda-Hünfeld zunächst als Malkurs ins Leben gerufen. Doch schon bald wurde die Computerkunst zum Aushängeschild des Projekts.“

Mehr über Martin Sauer und seine am Computer geschaffenen Kunstwerke

zurück