09.12.2021 — 16:00 bis 17:30Uhr

Auseinandersetzungen um Abschiebungen aus Perspektive einer materialistischen Migrations- und Grenzregimeforschung

„Wir wollen keine Angst vor Abschiebung haben müssen! Wir wollen gleiche Rechte für alle!“ Mit dieser Forderung riefen die Bewohner*innen einer Osnabrücker Sammelunterkunft im Sommer 2017 zu einer Demonstration auf. Sie verwiesen damit auf einen umkämpften Aspekt sozialer Nachhaltigkeit in Migrationsgesellschaften: das Recht zu Bleiben.

Maren Kirchhoff stellt im Kolloqium Ergebnisse Ihrer Untersuchungen zu Auseinandersetzungen um Abschiebungen vor. Sie betrachtet Aushandlungen auf dem zivilgesellschaftlichen, dem politisch-institutionellen und dem rechtlichen Terrain aus Perspektive einer materialistischen, hegemonietheoretisch fundierten Migrations- und Grenzregimeanalyse. So wird einerseits sichtbar, dass Auseinandersetzungen durch hegemoniale Migrationspolitiken und Grenzziehungen geprägt sind. Andererseits wird deutlich, dass es Akteur:innen, die sich gegen Abschiebungen einsetzen, immer wieder gelingt, Abschiebungen zu verhindern und dabei auch Verschiebungen im hegemonialen Gefüge zu erzeugen.

Das Kolloquium findet online statt. Es ist öffentlich und kostenlos.

Teilnehmen können Sie über diesen Link.

Veranstalter:
Zentrum Gesellschaft und Nachhaltigkeit (CeSSt), sylvia.pannowitsch(at)sw.hs-fulda.de
Veranstaltungsort:
Art der Veranstaltung:
Vortrag
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