14. Dezember 2018 — 9:30 bis 16:30 Uhr

frauen@Workshop: Fassung und los! statt fassungslos

 

Kritische Situationen gehören zum Alltag, werden jedoch häufig lieber gemieden, als unangenehm und verunsichernd erlebt: Kritische Rückmeldungen geben, unliebsame Wahrheiten mitteilen, Nein sagen, konsequent Einstehen für eigene Belange und Bedürfnisse – hier tun sich viele Frauen schwer. Stattdessen schlucken sie ihren Ärger und damit nicht selten ihre eigenen Bedürfnisse herunter. Dabei folgen sie häufig verinnerlichten (Irr-)Glaubenssätzen wie z.B. „Die Klügere gibt nach“ oder „Dominanzgebaren und Machtspielchen? Das habe ich nicht nötig, dazu bin ich mir zu schade!“. Wird dies jedoch zur generellen Vermeidungsstrategie, so kann es nicht gelingen, eigene Interessen, in einer schwierigen Situation souverän zu vertreten. Harmonie um jeden Preis und das bei vielen Frauen vorzufindende „good-girl“-Syndrom führen zu indirekten Ausdrucksweisen, Missverständnissen und letztlich zu Konfliktschwäche.

Dies kann sich dann negativ auf die gesamte Beziehung der Gesprächs- und Arbeitspartner*innen und nicht zuletzt auf das eigene Selbstwertgefühl auswirken. Denn ungeklärte Themen und Konflikte bieten Zündstoff. So entsteht ein kontraproduktiver Effekt bezüglich des beabsichtigten Zieles, die Harmonie unbedingt um jeden Preis zu wahren.

Nicht immer trifft man im beruflichen oder privaten Umfeld auf wohlwollende und wertschätzende Gesprächspartner*innen. Auch wenn dies nicht die feine Art ist, leider funktionieren diese Taktiken meist sehr gut: sie lassen das Gegenüber einer derartigen Attacke meist sprach- und fassungslos zurück. Hinterher fällt einem dann oft ein, was man hätte entgegnen sollen, wie man hätte reagieren können. Da derartige Taktiken starken Stress auslösen, ist das Gehirn blockiert, fällt hier selbst ansonsten wortgewandten Menschen nichts ein. - „Schweigen“ kann zuweilen eine angemessene Reaktion sein, doch gibt es einen Unterschied zwischen „Schweigen aus Verblüffung“ und „gezieltem Schweigen“. Wird „Schweigen“ als bewusste Abwehrtaktik eingesetzt, so sind die non-verbalen Signale deutlich souveräner als beim „Schweigen aus Verblüffung“.

Partnerschaftliche Ansätze zur Gesprächsführung in Ehren – doch Sie sollten weitere Taktiken kennen, um zu entscheiden, welche Reaktionsform die in der jeweiligen Situation angemessene ist und Sie nicht zum Opfer werden lässt.

Die Teilnehmerinnen erhalten ein Repertoire an Abwehrtaktiken und erweitern ihre Schlagfertigkeit. Nachdem auf diese Weise eine Grenze gesetzt wurde, kann ein klärendes Gespräch mit dem Konfliktpartner geführt werden. Worauf es dabei ankommt, wird in diesem Workshop gemeinsam erarbeitet.

Schwerpunkte des Workshops:

  • „Hilfe, ein Konflikt? die eigene Haltung reflektieren, eigene Konfliktmuster erkennen
  • Umgang mit unfairen, unsachlichen und aggressiven Argumentationstechniken
  • Agieren statt re-agieren: Verbale und non-verbale Instrumente der Abwehr-Rhetorik
  • Schlagfertigkeit: Von der Sprachlosigkeit zur Schlagfertigkeit: ein Übungs-Parcours
  • Mut zu klaren Worten: Der Ansatz „Gewaltfreie Kommunikation“
  • Übungen und Fallbeispiele aus dem beruflichen Alltag

 

Veranstalter :
Gleichstellungsbüro Hochschule Fulda, rebecca.biermann(at)verw.hs-fulda.de
Veranstaltungsort :
Hochschule Fulda, Gebäude 41, Raum 103/104, Leipziger Straße 123, 36037 Fulda

Art der Veranstaltung:
Fortbildung
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Anmeldung:

bei: Abteilung Gleichstellungsbüro
Anmeldungsseite: www.hs-fulda.de/index.php?id=4855

Anmeldeschluss: 13. Dezember 2018