Informationen zu studentischen Krankenversicherungen

Für Studierende gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich gegen das Krankheitsrisiko zu versichern. Damit du dich nicht versehentlich falsch versicherst und so ggf. unnötig hohe Kosten tragen musst, solltest du die für deine individuelle Lebenssituation möglichen Versicherungsarten sorgfältig abklären. Als erste Hilfestellung soll dir im Folgenden ein Überblick zu den verschiedenen Möglichkeiten und den jeweils zu beachtenden Besonderheiten gegeben werden.

Weiterführende Informationen zu Versicherungsbedingungen in besonderen Lebenssituationen findest du auf der Seite studentische-versicherungen.de


Mögliche Arten der Krankenversicherung

Familienmitversicherung in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV)

  • Beitragsfrei, wenn ein Elternteil oder der/die Ehepartner/in in der GKV versichert ist
  • bis zum 25. Lebensjahr (zzgl. Freiwilligendienst), bei max. 450 EUR monatlichem Verdienst (BAFöG-Empfänger nur bis max. 400 EUR)

Gesetzliche Krankenversicherung der Studenten (KVdS)

  • Generell bis zum 30. Lebensjahr oder zum 14. Fachsemester begrenzt
  • Beitragssätze liegen bei knapp 90 EUR pro Monat (Stand: WS 16/17)

Private Krankenversicherung (PKV)

  • Spätestens 3 Monate nach Beginn der Versicherungspflicht (Ende der Familienmitversicherung in der GKV) muss du einen Antrag auf Befreiung von der gesetzlichen Versicherungspflicht stellen.
  • Achtung: Solltest du dich für den Abschluss einer privaten Krankenversicherung entscheiden, kannst du für die gesamte Dauer des Studiums nicht mehr in die GKV wechseln. Hierdurch können ggf. hohe Kosten entstehen; daher sollte dieser Entschluss nur nach ausführlicher persönlicher Beratung gefasst werden.

Krankenversicherungen für ausländische Studierende, deren Krankenversicherungen nicht für die gesamte Dauer des Studienaufenthaltes gelten

Krankenversicherung bei Auslandsaufenthalten außerhalb der EU

  • Die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) übernimmt im Ausland nur diejenigen Leistungen, die im Gastland zum obligatorischen Leistungskatalog zählen. Teilweise kann es daher zu hohen Zuzahlungen kommen.
  • In manchen Ländern, mit denen keine internationalen Vereinbarungen getroffen sind, übernimmt die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) keine Leistungen.
  • Der Abschluss einer zusätzlichen Auslandskrankenversicherung ist daher empfehlenswert.
  • Informationen hierzu kannst du bei den gesetzlichen Krankenkassen oder den privaten Versicherungsunternehmen einholen.
  • Solltest du privat versichert sein, wendest du dich am besten direkt an deine private Krankenversicherung, um die Modalitäten zu klären.

Quellen:
http://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/krankenversicherung/online-ratgeber-krankenversicherung/krankenversicherung/versicherte-in-der-gesetzlichen-krankenversicherung.html

http://www.studentenwerk-giessen.de/Beratung_und_Service/Serviceangebote/Versicherungen,_Ausweise/Krankenversicherung.html

http://www.studentische-versicherungen.de/krankenversicherung-student/ 

Stand: WiSe 16/17

Verfasser: Studienprojekt GFH, Public Health WiSe 16/17