Arbeitsweise und Struktur

Die Arbeitsweise der GesundheitsFördernden Hochschule orientiert sich in der Umsetzung ihrer Ziele am Settingansatz, d.h. es sollen alle Personengruppen der Hochschule, Studierende und Beschäftigte, sowie alle gesundheitsrelevanten Aspekte auf den verschiedenen Handlungsebenen miteinbezogen werden, um die Rahmenbedingungen im Lebens- und Arbeitsumfeld „Hochschule“ so zu gestalten, dass Gesundheit und Wohlbefinden erhalten und gefördert werden können.

Als Vorgehensweise dient ein Mix aus Bottom-up- und Top-down-Ansatz, dessen wichtigsten Prinzipien sind:

  • Partizipation und Empowerment aller Beteiligten,
  • Übertragung wissenschaftlicher Lehrinhalte und Forschungsergebnisse der Gesundheitsförderung in die eigene Arbeits- und Lebenswelt „Hochschule“ unter Einbeziehung studentischer Projekt- und Qualifizierungsarbeiten sowie
  • Analyse, Planung, Umsetzung und Evaluation der Maßnahmen.

Bei der Umsetzung gesundheitsfördernder Ziele und Aufgaben orientiert sich die GFH statusgruppenübergreifend und zielgruppenorientiert an der salutogenetischen, - d.h. die Gesundheit der Beschäftigten und Studierenden fördernden- Perspektive. Die GFH nutzt hier vorhandene Strukturen der Hochschule, fördert die Zusammenarbeit und interne Vernetzung und vermeidet somit Parallelstrukturen. Bereits vorhandene Aktivitäten und Akteure im Bereich Gesundheitsförderung werden koordiniert, Ressourcen an der Hochschule aufgespürt und genutzt sowie neue Potentiale geschaffen, um das Thema „Gesundheit“ zu einer Querschnittaufgabe der gesamten Hochschule zu machen.

Um die gesundheitsfördernden Ziele und Aufgaben an der Hochschule entwickeln und umsetzen zu können, hat sich die GFH folgende Arbeits- und Organisationsstruktur gegeben.

Abb. 1: Arbeits- und Organsiationsstruktur der GFH

  • Die Koordination kümmert sich um den Auf- und Ausbau gesundheitsfördernder Arbeits-, Studien- und Lebensbedingungen an der Hochschule. Ihr obliegt das operative Geschäft, sie fungiert als Impulsgeberin und regt zur Schaffung von Strukturen und der Gestaltung gesundheitsfördernder Rahmenbedingungen an, um das Thema Gesundheit an der Hochschule stärker zu verankern. Dabei führt die Koordination alle Akteure, Aktivitäten und Ressourcen zusammen, um Synergien optimal zu nutzen.
  • Die Steuerungsgruppe, in der alle Statusgruppen vertreten sind, gibt die großen Linien vor und ist für die Festsetzung der durchzuführenden Maßnahmen zuständig. Sie beruft temporär arbeitende Gesundheitszirkel (GZ) zu aktuellen Themen und setzt Arbeitsgemeinschaften (AGs) für langfristig zu bearbeitenden Themen ein.
  • Gesundheitszirkel (GZ) können von der Steuerungsgruppe einberufen werden, in denen unterschiedliche gesundheitsrelevante Themen partizipativ erarbeitet und Lösungswege über Empowering der Betroffenen gesucht werden.
  • Die Arbeitsgemeinschaften (AGs) werden von der Steuerungsgruppe für langfristig zu bearbeitende Themen eingesetzt. Als Impulsgeber und Garant für die Einbindung der akademischen und Verwaltungsorganisation leisten sie die operative Arbeit und sind in die konkrete Planung und Durchführung der einzelnen Projektinterventionen eingebunden.
  • Das Infoportal der GFH soll der Vernetzung aller Akteure und Aktivitäten sowie der Öffentlichkeitsarbeit dienen und ein Forum für gesundheitsbezogene Angebote an der Hochschule, für Mitteilungen und Anregungen sein.
  • Interne und externe Kooperationspartner stellen eine weitere wichtige Ressource dar. Deren Einbindung und das Nutzen ihrer Expertisen können die Potenziale zur Gesundheitsförderung in unterschiedlichen Bereichen erweitern.