Gleichstellung & Frauenförderung

Die Hochschule Fulda nimmt ihre gesellschaftliche Verantwortung zur Beseitigung der bestehenden Nachteile und ihren Auftrag zur tatsächlichen Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern in ihrem Einflussbereich ernst. Um dies nachhaltig umzusetzen, hat die Hochschule Fulda das Thema Frauenförderung und Gleichstellung zu einer Querschnittsaufgabe gemacht und dies sowohl in verbindlichen Regelungen als auch in Funktionen verankert.

Die gut integrierte Gleichstellungspolitik schlägt sich auch in den quantitativen Daten der Hochschule Fulda nieder. So konnte in den vergangenen Jahren beispielsweise der Professorinnenanteil auf über 41 % gesteigert werden, und für die im höheren Dienst zusammengefassten Entgeltgruppen liegt gemäß Frauenförderplan 2014 - 2019 erstmalig keine Unterrepräsentanz nach HGlG vor. Der Frauenanteil an wissenschaftlichen Qualifikationsstufen verdeutlicht ebenfalls die erfolgreiche Gleichstellungsarbeit: Der Promovendinnenanteil an der Hochschule Fulda liegt aktuell bei 62 %. Besonders erfreulich ist, dass der Frauenanteil unter den Erstsemestern in den Fachbereichen, in denen Frauen unterrepräsentiert sind, in den letzten Jahren nachhaltig gesteigert werden konnte. So liegen beispielsweise im Wintersemester 2015/16 die Frauenanteile der Studienanfängerinnen und Studienanfänger (Bachelor) im Fachbereich Angewandte Informatik (AI) mit 29 % und im Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik (ET) mit 28 % deutlich über den Frauenanteilen der beiden Fachbereiche insgesamt (FB AI: 23 %; FB ET: 20 %).

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Einen umfassenden Überblick über die Gleichstellungsarbeit der Hochschule Fulda finden Sie in dem Gleichstellungskonzept 2.0, welches seit 2013 vorliegt.

Auswahl aktueller Projekte und Maßnahmen

Frauen in Spitzenpositionen

Im Zuge des Hochschulpakts 2020 ist ein Aufwuchs an Professuren (bis zu 48 zusätzliche Professuren und Lehrfkräfte für besondere Aufgaben allein in den Jahren 2013 bis 2015) an der Hochschule Fulda geplant. Dies kann als Chance gesehen werden, die Beteiligung von Frauen in wissenschaftlichen Spitzenpositionen weiter zu erhöhen. Die Hochschule fördert daher die angemessene Beteiligung von Frauen an Auswahlverfahren und erhöht damit die Einstellungschancen von Frauen. In den letzten Jahren konnte die Anzahl der Professorinnen deutlich gesteigert werden. Aktuell liegt der Professorinnenanteil bei circa 41 Prozent (Stand: 01/2016).

Gendergerechte Berufungspolitik

  • In einem Gemeinschaftsprojekt der LaKoF mit den Präsidien der hessischen Hochschulen wurden die Hessenweiten Qualitätskriterien zur Gleichstellung in Berufungsverfahren formu­liert und in 2015 vereinbart.
  • Ebenso wurden die Mindestvoraussetzungen für die Einstellung als Professorin oder Professor, definiert nach HHG § 62, von der Hochschule Fulda so weit ergänzt, dass Bewerbende beispielsweise aufgrund von Erziehungszeiten nicht benachteiligt werden. So werden Teilzeitbeschäftigungen von Bewerbenden im Umfang von mind. 50 Prozent an der Hochschule Fulda wie Vollzeit gewertet.
  • 2012 wurde mithilfe der Frauenbeauftragten dafür Sorge getragen, dass Berufungsverfahren mehr Objektivität und Transparenz aufweisen. Diese überarbeiteten Prozesse sind im Qualitätsmanagement-System verankert.

Zur Einhaltung der Qualitätskriterien und Mindeststandards begleiten die Frauenbeauftragten der Hochschule Fulda die Berufungsverfahren von der Ausschreibung bis hin zur Berufung.  

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Nachwuchs- und Promotionsförderung für Wissenschaftlerinnen

An den Schnittstellen Hochschulabschluss und Promotion zeigt sich, dass überproportional viele Frauen aus dem Wissenschaftssystem ausscheiden. Daher hat die Hochschule Fulda die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses als eines ihrer zentralen Ziele definiert.

Die breite Qualifizierung von Nachwuchswissenschaftlerinnen soll durch das Sammeln von Praxis- und Lehrerfahrungen als auch durch die Fähigkeit eigenständiger Forschungs- und Publikationstätigkeiten gefördert werden, um somit die Karrierechancen in der Wissenschaft deutlich zu verbessern.

Ebenso sind die einzelnen Fachbereiche bestrebt, ihre hervorragenden Absolventinnen als wissenschaftliche Mitarbeiterinnen zu gewinnen und in Forschungsprojekte aktiv einzubinden.

In allen Förderaktivitäten wird im Sinne des Gender Mainstreamings dort auf die geschlechtsspezifischen Unterschiede in den Karrieren von jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern geachtet, wo diese im Hochschulbetrieb zum Tragen kommen.

Promotionsförderung für (MINT-)Studentinnen

Zur Erhöhung des Anteils von hochqualifizierten Frauen im MINT-Bereich, hat das Präsidium der Hochschule Fulda Anfang 2015 die Teilfinanzierung zweier halber Promotionsstellen aus Mitteln der Frauenförderung für die vier MINT-Fachbereiche Oecotrophologie, Angewandte Informatik, Lebensmitteltechnologie und Elektrotechnik und Informationstechnik ausgeschrieben. Einzureichen war ein Fachbereichsfrauenförderkonzepts, das die Frauenförderung des Fachbereichs vom Studium bis hin zur Professur darlegt. Die Fördermittel gingen an die Fachbereiche Angewandte Informatik und Lebensmitteltechnologie. Die beiden Promovendinnen haben zum Sommersemester 2015 begonnen.

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Karriere- und Persönlichkeitsentwicklung für Studentinnen

Die Hochschule Fulda bietet eine Vielzahl von Aktivitäten an, um junge Frauen für ein Studium zu gewinnen und ihre Einbindung in die Hochschule als auch ihre Chancen auf eine Karriere zu verbessern, insbesondere auch in Studiengängen, in denen Frauen unterrepräsentiert sind. Diese Maßnahmen werden sowohl fachübergreifend als auch fachbereichsspezifisch angeboten. 

Mit unterschiedlichen Netzwerken und Veranstaltungen, wie beispielsweise dem MentorinnenNetzwerk oder der frauen@hs-fulda-Reihe, verfolgt die Hochschule das Ziel, das Kompetenzprofil junger Frauen im Hinblick auf die eigene berufliche und wissenschaftliche Orientierung zu stärken.

frauen@hs-fulda

Die frauen@hs-fulda-Veranstaltungsreihe unterstützt Studentinnen aller Fachbereiche der Hochschule Fulda bei ihrer Studien- und Karriereplanung.

Jedes Semester finden zu wechselnden Themen verschiedene außercurriculare Veranstaltungsangebote wie Workshops und (Fach-)Vorträge statt.

 

 

Zum aktuellen Programm

MentorinnenNetzwerk

Das MentorinnenNetzwerk für Frauen in Naturwissenschaft und Technik ist eine hochschulübergreifende Einrichtung der zehn hessischen Universitäten und Fachhochschulen. Es fördert Studentinnen und Doktorandinnen der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik).  

Mehr Informationen

Workshop "Strategien zur Gestaltung von Lebensverläufen"

Die vom Gleichstellungsbüro konzipierte Veranstaltungsreihe mit dem Titel "Strategien zur Gestaltung von Lebensverläufen" wird seit dem WS 2014/15 in allen Fachbereichen umgesetzt. 

Wie funktioniert Lebensplanung? Was beeinflusst alles meinen Lebens- und Erwerbsverlauf? Welche Lebensmodelle gibt es in BRD?

Junge Menschen stehen heutzutage vor der Herausforderung, dass traditionelle Lebensmodelle nicht mehr greifen und der eigene Lebensweg immer wieder neu ausgehandelt werden muss. Um die sich bietenden Spielräume effektiv zu nutzen und Risiken von Entscheidungen im Lebensverlauf klug abzuschätzen, bedarf es einer Lebensgestaltungskompetenz.

Mit dem Workshop möchten wir den Studierenden helfen, ihre Lebensplanung durchdacht anzugehen. Studierende beiderlei Geschlechts sollen auf Genderaspekte im Berufs- und Familienleben vorbereitet werden und sich bewusst machen, wie diese sich entsprechend auf das Leben von Frauen und Männern auswirken können.

Die tatsächliche Umsetzung und Integration der Veranstaltungsreihe in die Curricula wurde mit den einzelnen Fachbereichen abgestimmt. Der Umfang variiert von einem 90-minütigen Vortrag bis hin zu einem 3-teiligen-Workshop von insgesamt vier Stunden.

Gender in der Lehre

Um Chancengleichheit zu erreichen, braucht es Gender-Komptenz bei allen Akteurinnen und Akteuren der Hochschule Fulda. Ziel ist dabei, Geschlechterrollen, -erwartungen und -verhältnisse sowie deren möglicherweise benachteiligenden Strukturen zu erkennen und so zu verändern, dass neue und vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten entstehen.

gffZ-Projekt "Gender in der Lehre"

Im Januar 2016 ist ein Projekt der LaKoF Hessen (Landeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen in Hessen) zur Analyse von Studieninhalten und Modulordnungen einzelner Studiengänge in den MINT-Fächern hessischer Hochschulen gestartet. Ziel ist die Erarbeitung eines Handbuchs für die systematische und fachliche Integration von Genderaspekten in die MINT-Lehre. Angesiedelt ist das Projekt beim gffZ. Die HFD beteiligt sich finanziell an dem Projekt.

Mehr Informationen unter: www.gffz.de

Gender-Kompetenz in der Hochschuldidaktik

Aufgrund des unverändert starken Handlungsbedarfs, Genderaspekte systematisch in die Lehre zu integrieren, beteiligte sich die Hochschule Fulda in einem Gemeinschaftsprojekt mit allen hessischen Hochschulen an der Workshop-Reihe GENDERkompetent zur gezielten Vermittlung von Gender-Kompetenzen in der Hochschuldidaktik. Weitere Themen dieser Workshop-Reihe waren die Verbesserung der Qualität der Lehre und Forschung insbesondere in den MINT-Fächern durch die Integration von Ergebnissen der Geschlechterforschung und die Veran­kerung von Gender-Aspekten in der Akkreditierung sowie im Qualitätsmanagement.  

Ein Produkt der Workshopreihe GENDERkompetent ist eine umfassende Bestandsaufnahme von Initiativen und Projekten hessischer Hochschulen entlang der Workshopthemen. Dies liegt seit 2014 in Form einer Broschüre GENDERkompetent. Gender in der Lehre hessischer Hochschulen vor.

Ebenfalls arbeitet ein interdisziplinäres Team mit internen und externen Akteurinnen und Akteuren seit Frühjahr 2013 gemeinsam an einer Strategie, eine gendergerechte und -sensible Hochschuldidaktik auszubauen und zu implementieren.

Hier downloaden:

Mitarbeitende im Bereich Gleichstellung

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