Internationale Gesundheitswissenschaften B.Sc.

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Koordinatorin für Internationales

Annika Salzmann

Annika Salzmann

Gebäude 31, Raum 118
Annika Salzmann +49 661 9640-6336
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nach Vereinbarung

Internationale Gesundheitswissenschaften

Gesundheitsrisiken machen nicht vor Ländergrenzen halt, und Gesundheitschancen sind in und zwischen Ländern ungleich verteilt. Qualifizieren Sie sich für die Herausforderungen internationaler und globaler Gesundheit. 

Um was geht es?

Grippe, AIDS, typische Armutskrankheiten wie Tuberkulose oder Malaria machen ebenso wenig an Ländergrenzen halt wie die sozialen, politischen und wirtschaftlichen Ursachen von Krankheit. Gesellschaftliche Megatrends wie Urbanisierung, Klimawandel, Entgrenzung der Arbeit, demographischer Wandel oder Digitalisierung und deren Folgen für die Gesundheit betreffen alle Länder und somit die gesamte Weltbevölkerung. Für Schwellen- und Entwicklungsländer ist dies mit einer doppelten Krankheitslast verbunden. Gesundheitschancen sind nicht nur innerhalb, sondern auch zwischen Ländern ungleich verteilt. Damit wächst der Bedarf, gesundheitspolitische Entscheidungen und Maßnahmen regional und global zu koordinieren und durchzusetzen.

Der Studiengang „Internationale Gesundheitswissenschaften“ der Hochschule Fulda ist das erste primärqualifizierende Hochschulangebot in Deutschland, das solchen gesundheitlichen Herausforderungen der globalisierten Welt Rechnung trägt. Damit kann man nun auch hierzulande ein grundständiges Studium mit der Ausrichtung auf internationale bzw. globale Gesundheit absolvieren.

Für wen ist das was?

  • Sie haben eine Hochschulzugangsberechtigung.
  • Sie sprechen Englisch (mindestens Niveau B2) und Deutsch (mindestens Niveau B1), möchten ihre Sprachkompetenzen weiterentwickeln und weitere Sprachen erlernen.
  • Sie sind an interkulturellem Austausch interessiert und sind gerne in anderen Ländern.
  • Sie möchten sich gesellschaftspolitisch engagieren.
  • Sie interessieren sich für Gesundheit sowie für nationale und internationale politische Prozesse und ihre Institutionen.

Welche Berufschancen bieten sich nach dem Studium?

Globale Gesundheitsfragen erfordern adäquat ausgebildete Expertinnen und Experten. In allen gesundheitsrelevanten Bereichen wächst die Bedeutung international, europa- oder weltweit agierender Organisationen. Auch in Deutschland sind heute mehr denn je Fachleute mit internationalem Hintergrund gefordert, um die Institutionen des Gesundheitswesens auf Entwicklungen und Anforderungen der Globalisierung vorzubereiten. Die betriebliche Gesundheitsförderung, die heute zunehmend weltweit agierende Wirtschaftsunternehmen betrifft, muss sich stärker international ausrichten.

Mögliche Arbeitsfelder der Absolventinnen und Absolventen auf internationaler Ebene oder mit internationalem Bezug bieten sich beispielsweise bei

  • gesundheitsrelevanten multilateralen Organisationen wie der Weltgesundheitsorganisation (WHO), dem Internationalen Arbeitsbüro (ILO), der Europäischen Union (EU), der Weltbank (WB), dem Welternährungsprogramm (FAO) oder bei UNICEF,
  • Regierungsstellen im In- und Ausland,
  • Institutionen des deutschen Gesundheits- und Sozialwesens,
  • deutschen und anderen bi- und multilateralen öffentlichen Entwicklungsorganisationen,  
  • kirchlich-karitativen Einrichtungen der Entwicklungszusammenarbeit,
  • Nichtregierungsorganisationen in Deutschland und anderen Ländern,
  • der Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften,
  • deutschen und internationalen Consultingunternehmen, oder auch bei
  • international agierenden Unternehmen.

Der Bachelor-Abschluss in „Internationale Gesundheitswissenschaften“ eröffnet den Absolventinnen und Absolventen vielseitige Betätigungs- und Arbeitsfelder in der internationalen und Entwicklungszusammenarbeit, bei Behörden und Institutionen des Gesundheitswesens im In- und Ausland oder in global agierenden Organisationen und Unternehmen - und die Möglichkeit zu einem anschließenden Masterstudium in einem einschlägigen Fach, z. B. Public Health.

Was erwartet Sie im Studium?

Das Studium ist zweisprachig (Englisch, Deutsch) und für primär deutschsprachige und primär nicht-deutschsprachige Studierende unterschiedlich aufgebaut.

Die intensive Auseinandersetzung mit Herausforderungen, Strukturen und Lösungsstrategien von Global Health (80 ECTS) bildet für alle Studierenden den Kern des Studiums. Der Studiengang vermittelt Kenntnisse über die weltweite Krankheitslast, internationale Versorgungsstrukturen und Institutionen globaler Gesundheitspolitik. Studentische Projekte gehen exemplarisch und praktisch im Team konkreten Fragen von International Health auf den Grund. Hier ist eine Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen vorgesehen, die für internationale Gesundheit relevant sind.

Darüber hinaus vermittelt Ihnen das Studium grundlegende gesundheitswissenschaftliche Kompetenzen (40 ECTS). Die entsprechenden Module stehen wahlweise in Deutsch oder Englisch zur Verfügung. Ein Bonus-System (Aufrundung zur nächst besseren Zwischennote) bietet die Möglichkeit, Prüfungsnoten durch die Wahl der mit größeren Herausforderungen verbundenen Sprache zu verbessern und damit die Sicherheit in einer Fremdsprache zu erhöhen.

Im Verlauf des Studiums können die Studierenden einen Schwerpunkt bzw. eine Vertiefungsrichtung wählen und so ihre Kenntnisse in einem für die internationalen Gesundheitswissenschaften relevanten Bereich vertiefen (abhängig von den Modulen 30 bis 40 ECTS). Die entsprechenden Module stehen grundsätzlich in Deutsch und in Einzelfällen auch in Englisch zur Verfügung. Sie können zwischen den drei folgenden Vertiefungsrichtungen wählen:

  • Gesundheitsförderung
  • Gesundheitsökonomie und Gesundheitspolitik
  • Gesundheitsmanagement

Wer bereits ein Studium abgeschlossen hat, das für einen Gesundheitsfachberuf qualifiziert und zur Ausübung des Berufes in Deutschland berechtigt, kann sich die Ausbildung zum Gesundheitsfachberuf pauschal für die Vertiefungsmodule anerkennen und die entsprechende Bezeichnung als Vertiefungsrichtung auf dem Abschlusszeugnis ausweisen lassen.

Die gezielte fachspezifische Vertiefung interkultureller und fremdsprachlicher Kompetenzen ergänzt das thematische-inhaltliche Curriculum (60 bis 70 ETCS, abhängig von der Auswahl der entsprechenden Module). Dies schließt für Studierende aus deutschsprachigen Ländern ein verpflichtendes, einsemestriges Auslandsstudium ein (30 ECTS); Studierende mit nicht-deutschsprachigem Hintergrund können die entsprechenden ECTS mit weiteren, thematisch passenden Modulen an deutschen Hochschulen erwerben.

Auf einen Blick

  • In Akkreditierung
  • Abschluss: Bachelor of Science (B.Sc.)
  • Art des Studiums: Präsenzstudium
  • Zulassungsvoraussetzung: Hochschulzugangsberechtigung; Deutsch B1, Englisch B2
  • Zulassungsbeschränkung:
    Keine Beschränkung
  • Regelstudienzeit: 7 Semester
  • Studiengebühren: keine
  • Praxisphasen: 12-wöchiges Praktikum in international tätiger Organisation oder im Ausland im 7. Semester
  • Auslandssemester: für primär deutschsprachige Studierende obligatorisch im 5. Semester
  • Schwerpunkte: Auswahl zwischen Gesundheitsförderung, Gesundheitsökonomie und Gesundheitspolitik oder Gesundheitsmanagement
  • Studienbeginn: Wintersemester
  • Bewerbungsschluss: 15. Juli
  • Studiengangsleitung: Dr. Dr. Jens Holst