Hochleistungslogistik hautnah erleben
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Logistik- und SCM-Exkursion 2026
25.06.2026

Und es gelang – dank dreier Top-Unternehmen, die die 18 Studierenden tief in die logistischen Systeme und Prozesse blicken ließen.
Die erste Station war die NOWEDA Apothekergenossenschaft eG in Langgöns – ein Großhändler für Medikamente und damit eine zentrale Drehscheibe für die Arzneimittelversorgung. „Same-day delivery seit 1939 – und das viermal pro Tag!“ lautet die Devise der NOWEDA. Um diesem hohen Anspruch an sich selbst gerecht zu werden, müssen Prozesse reibungslos laufen. Dies zeigte, nach der Begrüßung durch Betriebsleiter Sebastian Retzlaff, Michael Konopelski, Leiter Warenfluss, der die Prozesse kennt wie seine Westentasche.
Am nächsten Morgen ging es in eine andere Branche: Stefan Kempf, Head of SCM, Logistics & Purchasing BU Industry bei der Schunk Group, lud die Studierendengruppe ein, sich Produktions- und Logistikprozesse am Stammsitz in Heuchelheim aus der Nähe anzusehen. Bei dem international tätigen Technologiekonzern konnten die Studierenden zunächst Einblicke in die verschiedenen Schritte gewinnen, die für die Erzeugung von kohlenstoffbasierten Produkten – etwa für Waschmaschinen oder Windkraftanlagen – durchlaufen werden müssen. Anschließend konnten sie praxisnah nachvollziehen, wie durch bauliche und prozessuale Anpassungen die logistischen Abläufe in der Produktionsversorgung verbessert werden konnten.
Nach einer Stärkung ging es weiter zur letzten Station, die beinahe schon im „home turf“ lag: Die BLG Logistics betreibt seit 2020 am Standort Schlüchtern das hochautomatisierte Omnichannel European Distribution Center Strauss CI Factory. Dort traf die Gruppe auf Dominik Müller von der BLG, der die Hochschule gut kennt: Er ist ein Alumnus des Fachbereichs Wirtschaft und hat dort seinen Master-Abschluss erworben. Die Teilnehmenden erhielten einen umfassenden Einblick in den gesamten Warenfluss vom Wareneingang über die Kommissionierung bis zum Warenausgang. Mit 13 Kilometern Fördertechnik, etwa 40.000 Artikeln, 420 autonom fahrenden Shuttles und Hochleistungs-Kommissionierarbeitsplätzen, vernetzt über ein hochperformantes Steuerungs- und WMS-System, wird Digitalisierung intelligent transformiert und optimiert.
Alle drei Unternehmen zeigten eindrucksvoll, wie sie Hochleistungslogistik nutzen, um Wettbewerbsvorteile zu generieren und auszubauen. Die Studierenden nahmen damit viele positive Eindrücke mit – und sahen gleichzeitig, mit welch hohen Komplexitätsgraden Logistik umgehen muss, um sowohl effektiv als auch effizient zu wirken. Letztlich sind es auch diese Eindrücke und diese sichtbaren Umsetzungen, die das eigene Wissen und das eigene zukünftige Handeln prägen.